Organisation

Referat Beziehung - Ehe und Familie

Familie und Fehlerkultur

Ein kleiner Beitrag des Katholischen Familienwerks zum von Papst Franziskus ausgerufenen "Jahr der Familie".

Wir leben in einer Gesellschaft, die vollkommen durch Fehler geprägt ist. Auch viele Unternehmen vergeben wertvolle Ressourcen, weil die Chefs ständig auf Fehlersuche sind und das Positive nicht sehen. Wo sonst soll man Fehler machen dürfen als in der kleinsten Einheit, der Familie? Ein kleiner Beitrag zum „Jahr der Familie“.

Und immer dran denken: Wer nichts macht, macht auch keine Fehler.(Kalenderspruch)

  • Fehler machen Kinder klüger:

Ausprobieren, Fehler machen, besser machen. Das lehren uns moderne und gefühlvolle PädagogInnen. Und doch ist es scheinbar so schwer. Doch aus Fehlern werden Kinder klüger. Sie müssen Fehler machen dürfen und sie verstehen. Geben Sie ihnen die Chance dazu!

  • Fehler sind unsere „Freunde“:

Wenn man etwas erlernt, indem man alles Mögliche ausprobiert und dabei auch Fehler machen darf, hält es wesentlich länger und ist viel effektiver. Bringen Sie Ihrem Kind daher bei, dass Fehler seine Freunde sind und gemacht werden dürfen.

  • Eine „Fehlerkultur“ für die Familie:

Die Familie sollte der Ort sein, an dem man alles ausprobieren darf und keine Angst vor Konsequenzen haben sollte. Eine Kultur, die auch scheinbar nicht richtige Meinungen schätzt und diskutiert, ist das ideale Training für die Welt von Morgen.

Wir Erwachsene glauben immer, die richtigen Lösungen parat zu haben und Wege abkürzen zu können. Aber lassen wir doch die Kinder erst einmal selber tun. Damit wird das Entdeckergefühl gefördert und dieses ist die Basis für lebenslanges Lernen.

  • Fehler führen zum Erfolg:

Viele Beispiele in der Geschichte lehren uns, dass wir ohne Abenteuerlust und „Fehler“ niemals so weit gekommen wären. Im Leben müssen wir immer wieder etwas wagen und dabei vertrauen, dass es gut gehen wird. Dabei dürfen Fehler durchaus passieren und können sogar motivieren. Zwar sollte man das Kind nicht loben, wenn es auf seinem Fehler besteht, aber ihm immer die Möglichkeit geben, seine These zu beweisen.

Seien wir unseren Kindern also Vorbilder, indem wir achtsam mit Fehlern umgehen. Wir werden damit fördern, dass es in Zukunft mehr mutige, neugierige und lernfreudige Kinder in unserer Gesellschaft gibt.