Organisation

Referat Beziehung - Ehe und Familie

Familie ist gelebte Vielfalt und Liebe

Zum 29. Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2022

Von all den Gedenktagen, die jährlich begangen werden, ist der „Internationale Tag der Familie“ am 15. Mai wohl einer der Allerwichtigsten.

Dieser Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen und 1994 zum ersten Mal gefeiert. Er soll unser Bewusstsein für die Stellung der Familie in der Gesellschaft, die gesellschaftliche Gleichberechtigung im Allgemeinen, Frauen- und Kinderrechte im Speziellen, das Recht auf freie Wahl der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners und den Schutz der Familie vor staatlichen Eingriffen stärken.

Die Familie wird gerne als „Keimzelle der Gesellschaft“ bezeichnet und über 90% der ÖsterreicherInnen sehen Familie als sehr wichtig im Lebenslauf an. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, was Familien zu leisten imstande sind, und zwar alle: von der „traditionellen“ über Alleinerziehende bis hin zu den immer häufiger werdenden Patchwork-Familien. Sie alle haben uns durch diese schwierige Zeit getragen, mit Disziplin, Herzenswärme und großem Verantwortungsbewusstsein.

Vor allem Politik, Kirchen und Religionsgemeinschaften und Medien sind heute sehr gefordert, um unsere Familien zu stärken. Eine verantwortungsvolle Familienpolitik darf die natürliche Aufgabe der Familie als Schule der Liebe und Keimzelle des Friedens nicht verkennen.

Die katholische Kirche hat immer einen entscheidenden Beitrag geleistet, wenn es um die Vermittlung von Werten und Standards ging. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Familie auch Kirche im Kleinen ist.

Schließlich sind aber auch die Medien gefordert, im Bereich Familie behutsam umzugehen. Familie braucht auch positive Unterstützung und ist den vielen negativen Schlagzeilen oft hilflos ausgeliefert. Vor allem Jugendliche brauchen Modelle, wie familiale Lebenswelten gelingen können, und ein Blick in die Bibel zeigt, dass es diese verschiedenen Formen des Zusammenlebens auch dort schon gegeben hat .Es gilt liebevoll die Höhen und Tiefen des Zusammenlebens zu meistern.

Wenn unser Zusammenleben weiterhin funktionieren soll, dann muss auch Familie gelingen. Ein kleiner Beitrag, den jeder leisten kann, ist, über die eigene Familie nachzudenken, ins Gespräch zu kommen, Fehler zu verzeihen und sich Zeit zu nehmen. Aber das gilt natürlich für das ganze Jahr, nicht nur für den „Internationalen Tag der Familie“!

Johanna Karnel, Benno Karnel und Mag. Wolfgang Unterlercher
(für den Vorstand des Katholischen Familienwerks Kärnten)

Das Katholische Familienwerk ist mit über 200 Erwachsenenbildungs-Veranstaltungen im Jahr und durchschnittlich 6000 TeilnehmerInnen die größte Familienorganisation der Diözese Gurk. Daneben gibt es zahlreiche Veranstaltungen für Familien und Kinder, die nicht in die Statistik fallen.