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Referat Beziehung - Ehe und Familie

Der “Ernst” des Lebens…?

Das Familienwerk wünscht allen Kindern und Jugendlichen einen guten Start in ein herausforderndes Schuljahr!

Der Schulbeginn steht wieder vor der Tür, doch nicht für alle Kinder ist er ungetrübt, manche fürchten sich sogar davor. Gerade heute wird uns ein ungewohntes Bild erwarten: Kinder mit Mund-Nasen-Schutz, der die Freude über die Schultüte mitsamt Lächeln verdeckt.

Unterstützen wir all die jungen Menschen, indem wir ihnen Mut machen. Geben wir ihnen folgenden Satz mit auf den Weg: „Toll, du bist jetzt in der Schule, das ist super, was du da alles lernen kannst.“ Kontraproduktiv sind Aussagen wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, die leider immer noch verwendet werden. Bevor ein Kind in die Schule kommt, traut es sich sehr viel zu. Dann macht es in der Schule die Erfahrung, dass manches nicht so leicht geht, dass es Konkurrenz gibt und dass man nicht überall der bzw. die Beste sein kann. einfach geht und es einige Kinder gibt, die etwas besser können. Da ist es ganz wichtig, dass die Eltern unabhängig von der Schule eine Stütze sind und ihrem Kind zeigen, dass die Liebe zu ihrem Kind überhaupt nichts mit der Schule zu tun hat.

Angst gehört zum Leben und hat eine wichtige Funktion, Kinder ohne Angst haben kein Warnsystem, können Risiken nicht einschätzen und sind damit eindeutig verhaltensauffällig.
Leider ist aber vielen Kindern die Angst im Umfeld Schule ein Problem. Neuesten Forschungen zufolge leidet jedes 5.Schulkind an Schulangst.
Mädchen leiden wesentlich öfter an Schulangst als Buben. Das hängt möglicherweise mit den Rollenerwartungen unserer Gesellschaft zusammen: So sprechen Mädchen häufiger über ihre Gefühle, zeigen sie auch deutlicher und haben (zusammen mit ihren Müttern) eine niedrigere Hemmschwelle, eine Beratung aufzusuchen als Burschen („ein Indianer kennt keinen Schmerz“ und so weiter…). Unterstützung holen bedeutet hier gleichzeitig Schwäche zeigen.
Körperliche Symptome sollte man medizinisch abklären lassen, liegt kein eindeutiger Befund vor, scheuen Sie sich nicht, Pädagogen, Psychologen oder Therapeuten mit ein zu beziehen, um Ihrem Kind die Schule wieder erträglich zu machen.
Kinder lieben es, Leistungen zu erbringen und haben auch Freude daran, wenn sie behutsam dazu angeleitet werden und nicht jedes kleine Versagen zur großen Katastrophe wird.
Wir wünschen einen wunderschönen Schulstart, trotz und mit Corona!

https://www.schulpsychologie.at/