Begegnungsraum für Fragen rund um Glaubenswege in der Familie
Die Veranstaltung „Hat Gott bei meinen Enkeln noch Platz?“ stieß auf großes Interesse und brachte Teilnehmende aus einem weiten Einzugsgebiet bis nach Spittal an der Drau zusammen. Großeltern, Eltern und Angehörige nutzten die Gelegenheit, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, wenn Kinder oder Enkelkinder dem kirchlichen Glauben fernstehen oder andere spirituelle Wege einschlagen.
Moderiert wurde der Abend von Mag. Anton Rosenzopf Jank, Theologischer Referent des Bildungshauses Tainach/Tinje, und Mag. Marion Mörtl, Leiterin des Referats für Beziehung, Ehe und Familie der Diözese Gurk. Mit ihren unterschiedlichen fachlichen Perspektiven aus Theologie und Begeleitung von Paaren, Eltern und Familien bereiteten sie den Abend vor und gestalteten einen offenen Gesprächsraum, in dem persönliche Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen rund um Glaubenswege in der Familie Platz fanden.
In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre entstand ein reger Austausch über Sorgen, Enttäuschungen, aber auch Hoffnungen und neue Perspektiven. Viele Teilnehmende äußerten Erleichterung darüber, mit ihren Fragen nicht allein zu sein. Die Gespräche machten deutlich, wie vielfältig Glaubenswege innerhalb von Familien heute verlaufen und wie wichtig es ist, diese mit Respekt und Vertrauen zu begleiten.
Im Sinne der ressourcenorientierten und dialogischen Grundhaltung der Veranstaltung standen persönliche Erfahrungen, gegenseitige Ermutigung und die Suche nach einem gelassenen Umgang mit unterschiedlichen religiösen Entwicklungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden gewannen neue Impulse für eine lebensnahe Glaubenszeugenschaft, die ohne Druck auskommt und stattdessen auf Beziehung, Vorbildwirkung und Vertrauen setzt.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an Austausch- und Gesprächsangeboten zu diesem Thema ist und wie stärkend Gemeinschaft erlebt werden kann, wenn Menschen ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen. Sie machte zugleich deutlich, dass Familien auf ihren oft sehr unterschiedlichen Glaubenswegen Begleitung, Verständnis und Räume für ehrlichen Austausch benötigen.