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Diözesaner Theaterwettbewerb „Ein Stück voll Hoffnung“: Minis & Co. aus Bad St. Leonhard sowie Jugendliche der Pfarre Klagenfurt-St. Hemma als Sieger

Bischof Marketz: Hoffnung ist keine abstrakte Idee, sondern lebendige Kraft - Seelsorgeamtsdirektorin Schneider-Brandauer: Theaterstücke als Hoffnungsvermittler

Klagenfurt, 21. 2. 26 (pgk). Bühne frei für die Hoffnung: Zehn Theatergruppen aus ganz Kärnten mit insgesamt mehr als 160 Protagonistinnen und Protagonisten zwischen vier und 90 Jahren haben am Theaterwettbewerb „Ein Stück voll Hoffnung“, den die Diözese Gurk anlässlich des Heiligen Jahres 2025 „Pilger der Hoffnung“ ausgerufen hat, teilgenommen. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden gestern Abend von Diözesanbischof Dr. Josef Marketz und Seelsorgeamtsdirektorin Mag. Elisabeth Schneider-Brandauer, Initiatorin des Wettbewerbes, im Rahmen einer Feier im Diözesanhaus geehrt.

Freuen sich über den 1. Platz in der Kategorie “Kindertheater“: “Minis & Co.“ der Pfarre Bad St. Leonhard/Lav.; Foto: Gotthardt/Nedelja
Freuen sich über den 1. Platz in der Kategorie "Kindertheater": "Minis & Co." der Pfarre Bad St. Leonhard/Lav.; Foto: Gotthardt/Nedelja

In der Kategorie „Kindertheater“ wurde der mit 1.500 Euro dotierte erste Platz an die „Minis & Co.“ der Pfarre Bad St. Leonhard (Leitung: Eva Unterluggauer und Sabine Baumgartner) für das selbst geschriebene Theaterstück „Hoffen auf Leonhard“ vergeben. Den zweiten Platz teilen sich das Ensemble der Kindermusicalwoche Dekanat Villach-Stadt (Kindermusical „Barmherziger Samariter“; Leitung: Magdalena Riegler und Felicity Lee) und die „Kirchenmäuse Villach Landskron“ (Kindermusical „Elia und die Raben“; Leitung: Agnes Krenn). Sie erhielten jeweils 700 Euro.

Für das Stück “Weltuntergang“ mit dem ersten Platz in der Kategorie “Jugend und Erwachsene“ ausgezeichnet: Jugendgruppe der Klagenfurter Stadtpfarre St. Hemma; Foto: Gotthardt/Nedelja
1. Platz in der Kategorie "Jugend und Erwachsene" für die Jugendgruppe der Klagenfurter Stadtpfarre St. Hemma; Foto: Gotthardt/Nedelja

Der erste Platz in der Kategorie „Jugend und Erwachsene“, dotiert mit 4.000 Euro, ging an eine Jugendgruppe der Pfarre Klagenfurt-St. Hemma (Leitung: Martin Rainer), die während der Sommerferienwoche der Pfarre das Stück „Weltuntergang“ des jüdischen Schriftstellers Jura Soyfer aus dem Jahr 1936 einstudiert haben. Mit dem zweiten Platz, dotiert mit 3.000 Euro, wurde ein Kooperationsprojekt von kfb-Theater, der Jugendtheatergruppe/Mladinska lutkovna skupina Danica und der diözesanen Stabsstelle für Prävention von Missbrauch und Gewalt (Leitung: Ilona Wulff-Lübbert und Rosalia Kummer-Pasterk) für das Stück „Ich sehe dich – Vidim te“ ausgezeichnet. Den dritten Platz (jeweils 1.000 Euro) teilen sich die Gruppe ELITHE (Ensemble für Literatur und Theater; Leitung: Maria Müller) mit dem Werk „Schuster Martin – wo die Liebe ist, da ist auch Gott“ und die „Mitten im Leben“-Theatergruppe des Katholischen Bildungswerks (Leitung: Lieselotte Triebelnig) mit dem Stück „Rumpelstilzchen – Ach wie gut, dass niemand weiß“.
Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 200 Euro erhielten die weiteren teilnehmenden Theatergruppen „Lerchis on Stage“ des BG Lerchenfeld („Hoffnung für die Welt“), die Theatergruppe der Bühne K. (Lesetheater „Blumen für Alma“) und die Gemeinschaftsproduktion von kfb und dem Verein spectACT Lienz (Forumtheater „Das Kuchenstück“).
Die Preisgelder wurden vom St. Josef-Verein der Diözese Gurk zur Verfügung gestellt.

Bischof Marketz würdigte das „beeindruckende Engagement“ der Theatergruppen. „Wir haben heute viel Kreativität, Fantasie, Mut, Tiefgang, Freude und vor allem Hoffnung wahrgenommen und gefeiert“, sagte der Kärntner Bischof. Die Gruppen hätten das Heilige Jahr in der Diözese Gurk aktiv mitgestaltet und würden auch dazu beigetragen, dass dieses in der Diözese Gurk weiter nachklinge. Theater sei „ein Gemeinschaftskunstwerk vieler Hände, Herzen und Köpfe“, sagte Bischof Marketz und dankte allen am Wettbewerb Beteiligten. „Ihr habt uns gezeigt, dass Hoffnung keine abstrakte Idee ist, sondern eine lebendige Kraft, die die Zuschauerinnen und Zuschauer mit nach Hause nehmen in ihren Alltag“.
Seelsorgeamtsdirektorin Schneider-Brandauer bezeichnete den Theaterwettbewerb als „Leuchtturmprojekt der Diözese im Heiligen Jahr“. Es sei ihr, so die Initiatorin des Wettbewerbes, „ein persönliches Herzensanliegen gewesen, im Heiligen Jahr neben den vielen pastoralen Aktivitäten und Initiativen auch einen schöpferisch-musischen Akzent zu setzen“. Die eingereichten Theaterstücke seien „sichtbare Zeichen kreativer Höchstleistungen und Hoffnungsvermittler“, sagte die Seelsorgeamtsdirektorin.
Im Rahmen der Feier im Diözesanhaus (Moderation: Direktorin Schneider-Brandauer und Mag. Maximilian Fritz) brachten die Minis & Co. aus St. Leonhard, die Kindermusical-Gruppe Dekanat Villach-Stadt, die Kirchenmäuse Maria Landskron und die Jugendlichen aus der Stadtpfarre St. Hemma Ausschnitte aus ihren Theaterstücken zur Aufführung.

Der Theaterwettbewerb „Ein Stück voll Hoffnung“ wurde anlässlich des Heiligen Jahres 2025 ins Leben gerufen. Eine Jury bewertete die eingereichten Stücke nach verschiedenen Kriterien wie z. B. ob ein bereits bestehendes Bühnenwerk gewählt oder ein eigenes geschaffen wurde, den Bezug zum Heiligen Jahr, den Hoffnungsaspekt im Stück sowie Engagement und schauspielerische Leistung des Ensembles.