Pfarre

Villach-St. Nikolai

Zehn Jahre tägliche eucharistische Anbetung

Foto: @ Ferdinand Dreger
Foto: @ Ferdinand Dreger

Die Kirchentüre ist offen. Kerzen brennen. Eine Monstranz mit einer Hostie wird angestrahlt. Menschen sitzen oder knien bis zu einer Stunde davor. Stille.

Seit zehn Jahren wird in der Franziskanerkirche Villach - St. Nikolai an jedem Werktag das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Menschen kommen nach ihrer Arbeit oder verweilen „zufällig” einen Augenblick in der von Weihrauch erfüllten Kirche, in der alles auf das Zentrum hinweist: Jesus Christus.

Die Intention der täglichen Anbetung

Mit dem Beginn der täglichen Anbetung in der Kirche war keineswegs abzusehen, ob und wie viele Menschen das Angebot annehmen würden. Dies war für P. Terentius Gizdon OFM jedoch kein Beweggrund, nicht damit zu beginnen. „Mir ging es um etwas ganz anderes”, erzählt er. „Die Franziskaner halten in der Regel in ihrem Gebetsraum (Oratorium) täglich eine Zeit der stillen Anbetung. Gerade in einer herausfordernden Situation, die wir hatten, war für mich die Anbetung die kostbarste Zeit des Tages und ist es bis heute geblieben. Wenn wir Franziskaner diese stille Gemeinschaft mit Jesus als so wertvoll erfahren und gestärkt im Alltag weitergehen können”, fährt P. Terentius fort, „warum sollte den Menschen solch ein kostbarer Schatz verweigert werden?”

Mit diesem Grundgedanken wurde am 3. November 2016 mit der täglichen Anbetung begonnen. Sie sorgte bei manchen zunächst für Irritation und wurde teilweise sogar kritisch gesehen. Die Zahl der Beter war anfangs sehr überschaubar, doch davon ließen sich die Brüder nicht irritieren. Heute kommen an manchen Tagen rund 20 Menschen verschiedener Generationen und Nationen zu dieser Stunde in die Kirche, die schlicht „Ein Fenster zur Ewigkeit” genannt wird. „Zufällige” Besucher sind dabei nicht mitgerechnet.

„Da das Verweilen vor dem Herrn die Herzen berührt”, ergänzt P. Norbert Pleschberger OFM, „vereinbarten wir in der Gemeinschaft, dass es während dieser Stunde auch Beichtgelegenheit geben muss.” Somit haben die Menschen zusätzlich die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Nicht wenige nehmen dies gerne an.

Feierliche Jubiläumsmesse

Anlässlich des Jubiläums, feiern wir am Dienstag, 3. November 2026 um 19.00 Uhr eine feierliche heilige Messe. Zuvor sind alle herzlich zur Anbetung (17.30 - 18.30 Uhr) und zur Antoniusandacht (18.30 Uhr) eingeladen.

Foto: @ Ferdiand Dreger / Design: @ Martin Steiner
Foto: @ Ferdiand Dreger / Design: @ Martin Steiner ea

Was die Anbetung ist, was dahinter steckt und wie entstand, erfahren Sie in den kommenden Tagen hier auf unserer Homepage.