Pfarre

St. Andrä im Lavanttal

Himmlisches Mahl im Dom zu St. Andrä

Kirche neu entdeckt

Himmlisches Mahl im Dom von St. Andrä – Kultur, Kulinarik und Gemeinschaft in besonderer Atmosphäre

Mit dem „Himmlischen Mahl“ fand am 12. und 13. Juni im Dom zu St. Andrä ein außergewöhnlicher Höhepunkt und zugleich der feierliche Abschluss der diesjährigen Domspiele statt. Die St. Andräer Wirte hatten sich zusammengeschlossen und ein gemeinsames Dinner kreiert, das Genuss, Kultur und Spiritualität auf eindrucksvolle Weise miteinander verband.

Der Name „Himmlisches Mahl“ verweist dabei nicht nur auf die kulinarischen Genüsse des Abends, sondern auch auf seinen religiösen Hintergrund. Das gemeinsame Mahl besitzt im Christentum eine tiefe symbolische Bedeutung. Es erinnert an die Tischgemeinschaft Jesu mit seinen Jüngern und daran, dass Gemeinschaft, Gastfreundschaft und das Teilen zu den Grundwerten des christlichen Glaubens gehören. Ein gemeinsames Tischgebet zu Beginn des Abends machte diese Dimension sichtbar und erinnerte die Gäste daran, dass auch Jesus selbst symbolisch Gast dieses besonderen Mahles war.

Zugleich verfolgte die Veranstaltung ein wichtiges kulturpolitisches Anliegen. Der Dom von St. Andrä soll verstärkt für die Öffentlichkeit geöffnet und als lebendiger Ort der Begegnung, Kultur und Spiritualität erlebbar gemacht werden. Gerade diese Multifunktionalität wird künftig eine entscheidende Voraussetzung sein, um öffentliche Fördermittel für die dringend notwendige Generalsanierung des bedeutenden Sakralbaus zu erhalten. Die Erhaltung dieses kulturhistorisch wertvollen Wahrzeichens stellt eine große Herausforderung dar, die nur durch das Zusammenwirken von Kirche, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft bewältigt werden kann.

Unter den zahlreichen Gästen befanden sich die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder, Landeshauptmann Daniel Fellner mit Gattin, Altlandeshauptmann Peter Kaiser mit Gattin sowie Vizebürgermeister und Kulturreferent Maximilian Peter. Aus Manzano, der Stadt der Abbazia di Rosazzo, war Bürgermeister Pietro Furlani mit Gattin angereist. Als Hausherr begrüßte Dechant P. Gerfried Sitar die Gäste im Dom.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Goldenen Plakette der Stadt St. Andrä an Dechant P. Gerfried Sitar. Diese selten verliehene Auszeichnung würdigt seine Verdienste um Kirche, Kultur und die Entwicklung der Stadt. Die Laudatio hielt Kulturreferent Maximilian Peter, der das vielfältige Wirken des Geehrten hervorhob.

Das „Himmlische Mahl“ zeigte eindrucksvoll, wie Kultur und Kulinarium zu einer harmonischen Synthese verschmelzen können. In der einzigartigen Atmosphäre des Domes wurde nicht nur gemeinsam gespeist, sondern auch Gemeinschaft gelebt, Kultur genossen und ein starkes Zeichen für die Zukunft dieses bedeutenden Gotteshauses gesetzt.