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Saak

Ursulabruderschaft Saak

Die Geschichte des "Ursulavereins"

Fahne der Ursulabruderschaft Saak (© Foto: Brigitte Pirker)
Fahne der Ursulabruderschaft Saak (© Foto: Brigitte Pirker)

  
Die Geschichte des „Ursulavereins“

Im Jahre 1858 bestätigte Papst Pius IX kirchlicherseits die Gründung
der „Bruderschaften der Heiligen Ursula“ und gewährte gleichzeitig ihren Mitgliedern unter bestimmten Voraussetzungen einen vollkommenen Ablaß in der Sterbestunde sowie monatlich nach dem Empfang der heiligen Sakramente (Beichte, Kommunion).
Die Statuten dieser Vereine schrieben vor, dass sich elf Personen desselben Geschlechts zu einem „Gebetskranz“ vereinigen und jede dieser Personen täglich für sich alleine ein „Vater unser“, das „Gegrüßest seist du Maria“ und „Ehre sei dem Vater“ für eine glückliche Sterbestunde betet.
Gleichzeitig wurden die im Gebetskranz vereinigten Personen dazu angehalten, einander zu helfen, sich der Sünde zu enthalten, einander zu belehren, zum Guten zu ermahnen und so einander in den Himmel zu verhelfen.
Diese Richtlinien wurden auch in einem eigenen Gebet zu Ehren der Heiligen Ursula zusammengefasst.
Der Legende nach war die hl. Ursula eine Königstochter aus der Bretagne und wurde wegen ihrer Schönheit von einem heidnischen englischen Königssohn zur Frau begehrt. Sie willigte in eine Hochzeit unter der Bedingung ein, dass sie zuvor nach Rom pilgern wolle und dass sich ihr Bräutigam inzwischen taufen ließ. Nach drei Jahren wolle sie ihn bei der Rückreise aus Rom in Köln treffen und heiraten.
Als Ursula dann zur vereinbarten Zeit in Köln eintraf, war die Stadt von Hunnen belagert, die alle Begleiterinnen Ursulas, angeblich 11.000 Jungfrauen, töteten. Ursula selbst wurde verschont, weil sie dem Hunnenfürsten gefiel, der sie zum Weibe nehmen wollte.
Sie widersetzte sich und wurde daraufhin vom Hunnenfürsten mit einem Pfeil getötet.
Diese Legende ist historisch nicht erwiesen. Die erste „Ursulabruderschaft“ wurde bereits 1445 in Köln gegründet. Im 16.Jahrhundert wurde die der Erziehung weiblicher Jugend dienende „Compania di Santa Orsola“ gegründet, deren Nachfolgerinnen die Orden der Ursulinnen und Schulschwestern sind.

Die hl. Ursula wird als Patronin der Stadt Köln und als Patronin weiblicher Erziehungsinstitute verehrt.
Obwohl die Ursulavereine ausschließlich für Frauen und Mädchen bestimmt waren, nannten sie sich, dem damaligen patriarchalischen Zeitgeist entsprechend, „Bruderschaften“ (die entsprechenden Vereine für Männer waren die „Josefbruderschaften“).

 

Die wortwörtliche Übersetzung der Gründungsurkunde aus dem Slowenischen lautet:

Bruderschaft der hl. Ursula für
eine glückliche letzte Stunde

welche bestätigt hat Papst Pius IX am 12. März 1858 und beschenkt hat mit vollkommenen Ablässen in der Sterbestunde
und jeden Monat einmal nach empfangenen hl. Sakramenten.
Elf Personen des gleichen Geschlechts gemeinsam versammelt beten jeden Tag „Vater unser“ „Gegrüßest seist du Maria“ „Ehre sei“ für
eine glückliche letzte Stunde, und für die Hilfe, einer den anderen schön zu belehren, sich vor der Sünde zu hüten, zum Guten zu ermahnen und ihm in den Himmel zu helfen.

Gebet
Bitte für uns, o hl. Ursula damit wir nach dem Beispiel von dir uns gegenseitig schön belehren,
der Sünde enthalten, zum Guten ermahnen und in den Himmel kommen. Amen.

(Anmerkung: wortwörtliche, zeilengleiche Übersetzung!)

In Saak bestehen 5 Kränze der Hl. Ursula

Aufgaben dieser Gebetsgemeinschaft:

 

1x pro Jahr eine Messfeier

Bei Todesfall eines Mitglieds - Teilname am Gebet und an der Begräbnisfeier mit Leuchter, Fahne und Kreuz.
Ungefähr 30 Tage nach dem Tod des Verstorbenen eine Messe feiern und bezahlen.
Einen Ersatz (vorzugsweise in der Familie des Verstorbenen) suchen.