100 Jahre Weltmissions-Sonntag: Ein Zeichen weltweiter Solidarität

Gemeinsam für die Ärmsten

Am 18. Oktober 2026 feiern wir den Weltmissions-Sonntag – in diesem Jahr bereits zum 100. Mal! Im Jahr 1926 rief Papst Pius XI. die Gläubigen erstmals dazu auf, für die Mission zu beten und die ärmsten Ortskirchen mit Spenden zu unterstützen. Aus diesem Aufruf entwickelte sich die größte Solidaritätsaktion der Weltkirche. Heute sind 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken eingeladen, durch ihr Gebet und ihre Spende ein sichtbares Zeichen weltweiter Verbundenheit und gelebter christlicher Nächstenliebe zu setzen.

Missio Österreich stellt heuer Äthiopien und insbesondere die vom Krieg schwer gezeichnete Region Tigray in den Mittelpunkt. Der bewaffnete Konflikt hat dort unermessliches Leid verursacht: Hunderttausende Menschen verloren ihr Leben, viele Familien wurden vertrieben, Frauen traumatisiert und Jugendliche ihrer Zukunft beraubt. Gemeinsam mit kirchlichen Projektpartnern unterstützt Missio Frauen durch Ausbildungsprogramme auf dem Weg in ein selbstständiges Leben. Jugendliche erhalten Lehrstellen in Schneidereien sowie in Elektro- und Schweißwerkstätten und damit neue Zukunftsperspektiven.

Gerade in dieser Situation zeigt sich, wie wichtig die Weltmission ist: Sie schenkt Hoffnung, wo Menschen vergessen werden, und verbindet Christinnen und Christen auf der ganzen Welt im Glauben und in tätiger Nächstenliebe.
Papst Leo XIV. weiß aus eigener Erfahrung, was Mission bedeutet. Als Missionar und später als Bischof in Peru hat er erlebt, wie wertvoll die Unterstützung der Päpstlichen Missionswerke für arme Gemeinden ist.

Der Weltmissions-Sonntag wird in allen Pfarren als Zeichen der weltweiten Verbundenheit und Solidarität der Kirche begangen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums feiert Diözesanbischof Josef Marketz am Sonntag, 18. Oktober, um 10 Uhr die heilige Messe in der Klagenfurter Domkirche. Für eine besondere musikalische Gestaltung sorgt die Dommusik Klagenfurt mit der berühmten Misa Criolla des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez. Auch die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut aus Wernberg wirken musikalisch mit. Das Werk verbindet die Texte der katholischen Messliturgie mit den Rhythmen und Melodien der argentinischen Volksmusik und bringt die kulturelle Vielfalt der Weltkirche zum Klingen.

Im gemeinsamen Gebet und durch die Sammlung für die Weltmission wird die weltweite Gemeinschaft der Kirche gestärkt. So wird der Weltmissions-Sonntag zu einem kleinen Pfingstfest im Herbst, das die Vielfalt und Lebendigkeit der Weltkirche erfahrbar macht.