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Weltanschauungsreferent Jaschke: Was hinter Slogans wie „Lügenpresse“, „Die WHO ist korrupt“ und Verschwörungstheorien steckt – Start der österreichweiten Initiative „Manche glauben, …“

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Foto: Diözesan-Pressestelle/Eggenberger

Klagenfurt, 18. 11. 20 (pgk) Klagenfurt ist zwar nicht Berlin oder Wien, aber auch hier gibt es Demonstrationen gegen behördliche Anti-Corona-Maßnahmen. Neben Unmutsäußerungen sind bei Demonstrationen in Klagenfurt auf Transparenten, T-Shirts und Autos auch Botschaften zu lesen, wie zum Beispiel „Gib Gates keine Chance!“, „Die WHO ist korrupt!“ oder „QAnon“.
Mag. Lambert Jaschke, Referent für Weltanschauungsfragen der Diözese Gurk, beschäftigt sich mit den Verschwörungstheorien, die hinter solchen Parolen stecken. „Es ist gefährlich, wenn Menschen solche Slogans für wahr halten oder gar unhinterfragt verbreiten, damit Feindbilder schüren und mit Schlagworten wie ´Lügenpresse´, ´Diktatur´ oder ´Wir sind das Volk´ einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft den Kampf ansagen“, so Jaschke.

Auch die moderne Esoterik mit ihren Lebenshilfeangeboten, Heilungs- und Heilsverheißungen biete, so der Weltanschauungsreferent, Anlass für Rückfragen und kritische Prüfung, da diese Auslöser für Abhängigkeit, Realitätsverlust, Abbruch familiärer und freundschaftlicher Beziehungen sowie gesundheitliche und finanzielle Probleme sein könnten. „Viele der Engel, die derzeit außerhalb der Kirchenmauern umherflattern, durch Channelmedien und Karten sprechen und ihre Energien in bunten Essenzen weitergeben, haben mit ihren ´Kollegen´ in Bibel und christlicher Tradition nicht mehr viel zu tun“, so der Theologe.

Um in der Fülle der Angebote Orientierungshilfen aus christlicher Perspektive anzubieten, luden daher zum Beispiel die Referate für Tourismuspastoral, Spiritualität und Weltanschauungsfragen der Diözese Gurk kürzlich zu einer „Engelwanderung“ in Sirnitz. „Dabei wurden den TeilnehmerInnen mittels künstlerischer Darstellungen, Texten aus Bibel und kirchlicher Tradition, Liedern und spiritueller Impulse Zugänge zu diesen Boten Gottes erschlossen – quasi als Alternative zu den weit verbreiteten ´esoterischen Engeln´“, sagt der Kärntner Weltanschauungsreferent. Jaschke ruft dazu auf, sich „kritisch, differenziert und kompetent“ mit Verschwörungstheorien, Esoterik und Lebenshilfeangeboten verschiedener Gruppen auseinanderzusetzen.

Videostatement von Lambert Jaschke

https://www.youtube.com/watch?v=yX7hkqRBoQ8

Initiative "Manche glauben ..."

Dies ist auch Anliegen der österreichweiten Initiative „Manche glauben, …“ (www.weltanschauungsfragen.at) des Arbeitskreises der katholischen WeltanschauungsreferentInnen, die am 18. November startet und aktuelle weltanschauliche Positionen und Fragen nach der eigenen Überzeugung des/der BetrachterIn einander gegenüberstellt.