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Bischof Marketz: Ostern bedeutet nicht Verdrängung von Leid, sondern dessen Deutung im Licht der Auferstehung

Osternachtliturgie im Klagenfurter Dom

Die Feier der Osternacht (im Bild: Osternachtliturgie mit Bischof Marketz 2023 im Klagenfurter Dom) bildet den Höhepunkt der Heiligen Woche. Foto: Diözesan-Pressestelle/Neumüller
Die Feier der Osternacht (im Bild: Osternachtliturgie mit Bischof Marketz 2023 im Klagenfurter Dom) bildet den Höhepunkt der Heiligen Woche. Foto: Diözesan-Pressestelle/Neumüller

Klagenfurt, 5.4.26 (pgk). "Die Osterbotschaft ist keine romantische Vertröstung. Sie ist ein Widerspruch gegen das, was wir täglich sehen. Sie sagt: Das Dunkel hat nicht das letzte Wort", betonte Diözesanbischof Dr. Josef Marketz in der Osternachtliturgie im Klagenfurter Dom. Ostern bedeute dabei keine Verdrängung von Leid, sondern dessen Deutung im Licht der Auferstehung: "Ostern heißt nicht, dass das Leid verschwindet, sondern dass das Leid verwandelt wird", sagte Bischof Marketz und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Glaube "keine naive Haltung, sondern eine Entscheidung ist". Ostern bedeute "tiefes Vertrauen darauf, dass Gott auch dort Wunder wirkt, wo wir keine Zukunft mehr sehen". Die zentrale Botschaft "Christus ist auferstanden" gelte es auch unter widrigen Umständen festzuhalten. Die große Auferstehung Christi spiegle sich, so der Kärntner Bischof, "ganz leise in vielen kleinen Lichtern unseres Alltags - wenn Menschen trotz allem füreinander da sind, wenn jemand den Mut hat zu vergeben, wenn wir nicht aufhören, für Frieden zu beten und zu handeln, wenn wir einem anderen Menschen ein Licht anzünden – durch ein Wort, eine Tat, ein offenes Ohr".

Musikalisch gestaltet wurde die Feier, die auch via Livestream übertragen wurde, von einem Kantorenquartett sowie Stefan und Robert Hofer (Trompete) und Klaus Kuchling (Orgel).