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Österreichische Bischöfe feiern Festgottesdienst in Eberndorf

Die Österreichische Bischofskonferenz feiert mit Nuntius Zurbriggen einen zweisprachigen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Eberndorf/Dobrla vas. (© Foto: Pressestelle/Eggenberger)
Die Österreichische Bischofskonferenz feiert mit Nuntius Zurbriggen einen zweisprachigen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Eberndorf/Dobrla vas. (© Foto: Pressestelle/Eggenberger)

Klagenfurt, 16. 3. 12 (pgk). Besonderes Ereignis für die Pfarre Eberndorf/Dobrla vas: Am Dienstag, dem 20. März, feiern die österreichischen Bischöfe gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Peter Zurbriggen um 19 Uhr einen zweisprachigen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Eberndorf, zu dem alle Gläubigen eingeladen sind. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser wird der heiligen Messe vorstehen. Die Predigt hält Kardinal Christoph Schönborn.
Musikalisch mitgestaltet wird der zweisprachige Festgottesdienst von der Militärmusik Kärnten, den beiden Kirchenchören „Singgemeinschaft Kirchenchor“ (Leitung: Alois Rinner) und „Cerkveni zbor“ (Leitung: Sonja Kampusch) sowie der Schola (Leitung: Pfarrer Janez Tratar) der Pfarre Eberndorf.
Der Festgottesdienst findet im Rahmen der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz statt, die von Montag, dem 19., bis Donnerstag, dem 22. März, erstmals im Katholischen Bildungshaus „Sodalitas“ in Tainach/Tinje tagt.

Die Pfarr- und ehemalige Stiftskirche Eberndorf
Die ehemalige Stifts- und heutige Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“, deren Charakteristikum der kampanileartig isoliert stehende Turm mit Walmdach ist, beeindruckt durch die überwältigende Breite und Größe des Innenraumes sowie durch die Anordnung von Presbyterium, Querschiff und Langhaus auf unterschiedlichen Niveaus. Unter dem durch zahlreiche Stufen erhöhten Chor befindet sich die zweitgrößte dreischiffige Krypta Kärntens (um 1390). Den Höhepunkt der barocken Ausstattung bildet der Hochaltar (um 1770), der die gesamte Höhe und Breite des Chores einnimmt.

Das Stift Eberndorf.
Die Gründung des Stiftes Eberndorf, eine in ihrer Größe ansehnliche, auf einer leichten Anhöhe gruppierte Anlage, geht auf eine Schenkung des friulanischen Grafen Chacelin zurück und wurde zwischen 1149 und 1154 als Augustiner-Chorherrenstift errichtet. Rasch wurde es zum religiösen und kulturellen Mittelpunkt des Jauntales. 1604 wurde das Chorherrenstift aufgehoben und den Jesuiten zugesprochen. 1773 übernahm der „Kärntnerische Studienfond“ das Stift. Seit 1809 ist es im Besitz der Benediktiner in St. Paul. Derzeit ist es an die Gemeinde Eberndorf verpachtet und dient Schul- und Verwaltungszwecken.
Die Anlage besteht aus vier Trakten, die um einen großen, annähernd quadratischen Hof liegen. Der Stiftshof ist in dreigeschossige Pfeilerarkaden untergliedert. Die Arkadengänge sind kreuzgratgewölbt. Der ehemals nördlich der Kirche gelegene Kreuzgang verschwand mit den Bauarbeiten im 17. Jh. Von 1992 bis 1995 wurden die Arkadengänge teilweise verglast, die Außenfassade renoviert, die Rekonstruktion der frühbarocken Architekturpolychromie durchgeführt. Dabei wurden drei Stuckdecken freigelegt und im ursprünglichen Farbton neu gefasst.