Filialkirche St. Marxen in Kühnsdorf/Sinča vas: Hl. Messe und Segnung des neuen Kirchturms mit Bischof Marketz
Klagenfurt, 24. 4. 26 (pgk). Feierlicher Abschluss eines Bauprojektes, das im Fokus der Öffentlichkeit stand: Nachdem die Filialkirche St. Marxen/Šmarkež im Juli 2023 durch orkanartige Unwetter schwer beschädigt und deren Kirchturm fast zur Gänze abgerissen worden war, wird übermorgen Sonntag, dem 26. April, der neue Kirchturm feierlich gesegnet. Diözesanbischof Dr. Josef Marketz wird den Festgottesdienst mit anschließender Turmsegnung um 10 Uhr gemeinsam mit Pfarrer Geistl. Rat Dr. Johann Skuk in der Kirche St. Marxen feiern. Musikalisch gestaltet wird die hl. Messe von einer Rhythmusgruppe der Firmlinge, der Sängerrunde "Kohldorfer Teichspatzen", Orgel, Geige sowie Volksgesang. Nach dem Gottesdienst laden der Pfarrgemeinderat Kühnsdorf/Sinča vas und die Dorfgemeinschaft St. Marxen/Šmarkež zur Agape ein.
Am 17. Juli 2023 hat ein Sturm mit extremen Windböen von bis zu fast 100 Stundenkilometern die gesamte Turmdachkonstruktion aus Holz inklusive Teile des Giebels abgeworfen. Das Turmdach wurde weggerissen, Teile des Daches sowie Mauerwerk stürzten auf den Friedhof sowie auf das Dach der Sakristei, die ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Rund zweieinhalb Jahre lang hat die Bauabteilung der Diözese Gurk unter der Leitung von DI Ruprecht Obernosterer in Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen den Kirchturm erneuert sowie die Sakristei inklusive des Sakristei-Daches saniert. Der neue Kirchturm hat eine Gesamthöhe von 13 Metern und ist somit zehn Meter niedriger als der ursprüngliche Turm. Das Turmdach wurde mit roten Tonziegeln, das Sakristei-Dach mit Kupferblech eingedeckt. Den Abschluss des Turmes bildet die vergoldete Kirchturmspitze der 750 Jahre alten Filialkirche.
Die Kosten für die Renovierungsarbeiten an der Filialkirche St. Marxen in Höhe von rund 400.000 Euro werden vollständig von der Versicherung abgedeckt.
Kirchliches Bauen. Die Diözese Gurk gibt zur Erhaltung der rund 1.000 Kirchen und 600 pfarrlichen Gebäude pro Jahr durchschnittlich 7,7 Millionen Euro aus. Die jährlich rund 350 Restaurierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den zum Teil Jahrhunderte alten Bauwerken – 95 Prozent des diözesanen Gesamtgebäudebestandes sind denkmalgeschützt – werden zum überwiegenden Teil von örtlichen und regionalen Handwerks- und Gewerbebetrieben durchgeführt. Damit stärkt die Katholische Kirche Kärnten die heimische Wirtschaft und leistet auf diese Weise auch einen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe in Kärnten, insbesondere auch im ländlichen Raum.