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Erstmals Ministrantenwallfahrt zu Ölweihegottesdienst im Klagenfurter Dom - Bischof Marketz: Hinter jeder Berufung steht der Ruf Gottes

Erstmals nahmen am Ölweihegottesdienst im Klagenfurter Dom auch mehr als 100 Ministrantinnen und Ministranten teil. Foto: Diözesan-Pressestelle/Eggenberger
Erstmals nahmen am Ölweihegottesdienst im Klagenfurter Dom auch mehr als 100 Ministrantinnen und Ministranten teil. Foto: Diözesan-Pressestelle/Eggenberger

Klagenfurt, 5. 4. 23 (pgk). Beim Ölweihegottesdienst, der so genannten „Missa chrismatis“, hat Diözesanbischof Dr. Josef Marketz heute im Klagenfurter Dom die Heiligen Öle geweiht, die während des Jahres für die Sakramentenspendung in den Pfarren der Diözese Gurk zur Verwendung kommen werden. Der Kärntner Bischof feierte den Ölweihegottesdienst gemeinsam mit dem Gurker Domkapitel, Priestern, Diakonen und Priesterseminaristen sowie erstmals auch mit mehr als 100 Ministrantinnen und Ministranten, die im Rahmen der ersten Ministranten-Wallfahrt der Diözese Gurk am Ölweihegottesdienst teilnahmen. „Die Anwesenheit und das Mitfeiern der Ministrantinnen und Ministranten beim Ölweihegottesdienst ist etwas ganz Besonderes“, sagte der Kärntner Bischof und dankte dem Wolfsberger Stadtpfarrer Dr. Krzysztof Kranicki, Leiter der Arbeitsgruppe Berufungspastoral für Priester und Orden, für die Initiative und die Organisation dieser Wallfahrt. In seiner Predigt wandte sich Bischof Marketz direkt an die Ministrantinnen und Ministranten und erläuterte Inhalt und theologische Bedeutung des Ölweihegottesdienstes. „Hinter jeder Berufung steht der Ruf Gottes“, sagte der Kärntner Bischof. Beim Ölweihegottesdienst würden Priester und Diakone jedes Jahr zusammenkommen, um sich immer wieder neu an ihre Berufung erinnern zu lassen. Die Liturgie der „Missa chrismatis“ führe die Priester gleichsam an deren Anfang, nämlich die Priesterweihe und die Salbung mit Chrisamöl, zurück. „Priester sind Sakrament und sie spenden Sakramente. Sie sind Zeichen für Gott, seine Liebe und für seinen Geist, den er uns auch in den geweihten Ölen schenkt“, betonte der Kärntner Bischof und ermunterte die Ministrantinnen und Ministranten dazu, den Priestern und Diakonen in ihren Heimatpfarren Fragen zu stellen wie „Warum bist Du Priester/Diakon? Bist Du gerne Priester/Diakon?“.
Musikalisch gestaltet wurde die „Missa chrismatis“ von der Priester- und Domschola mit Gregorianischen Gesängen.

Bei der anschließenden Recollectio, der geistlichen Zusammenkunft der Priester im Klagenfurter Slomšek-Heim, stellte P. Dr. Thomas Neulinger SJ, Spiritual des Priesterseminars der Diözese Gurk in Graz, die Vielschichtigkeit von Berufung in den Mittelpunkt seines Vortrags und gab den Priestern, Diakonen und Priesterseminaristen Impulse für ihr Wirken in Kirche und Gesellschaft. „Alle Christinnen und Christen sind berufen, Christus in ihren Lebensumständen, mit ihren Talenten und Fähigkeiten, auf ihre je eigene Art nachzufolgen – im Hören und Antworten auf den Ruf Gottes, in der Kirche, die mir auch zu sagen vermag und zu sagen hat, ob ich mit dem, was ich als Gottes Ruf zu hören meine, richtig liege oder nicht“, so P. Neulinger. Jede Berufung habe eine Geschichte und sei eine Geschichte. Nicht alles an einer Berufung sei für einen Menschen sofort deutlich erkennbar, und das müsse auch nicht sein. „Jede Berufung wächst und entfaltet sich mit der Zeit“, betonte der Spiritual des Priesterseminars.
Für die Ministrantinnen und Ministranten wurde während der Recollectio ein vielfältiges Programm angeboten. Unterstützt von der Jungen Kirche Kärnten und der Diözesansportgemeinschaft gab es u. a. Musik- und Bastelworkshops sowie Aktivitäten im Freien.