Organisation

Pressestelle

Die „Königin der Instrumente“ hautnah erleben: Referat für Kirchenmusik lädt zu Orgeltagen in drei verschiedenen Kirchen ein

Stiftsorganist Alois Gaggl am Orgelpositiv in der Pfarrkirche Ossiach;<br />
Foto: Diözesan-Pressestelle
Stiftsorganist Alois Gaggl am Orgelpositiv in der Pfarrkirche Ossiach;
Foto: Diözesan-Pressestelle

Klagenfurt, 17. 7. 26 (pgk). Die „Königin der Instrumente“ steht kommende Woche im Mittelpunkt der Orgeltage des Referates für Kirchenmusik der Diözese Gurk, die sich an Orgelinteressierte wenden. Die kostenfreien Orgelführungen mit den Kirchenmusikreferenten MMag. Gerda Heger und Stjepan Molnar, BA MA, finden am Mittwoch, dem 22. Juli, in der Pfarr- und ehemaligen Stiftskirche Ossiach, am Donnerstag, dem 23. Juli, in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain/ Žihpolje und am Freitag, dem 24. Juli, in der Klagenfurter Domkirche (jeweils 9 bis 12 Uhr) statt. Am Mittwoch wird der Ossiacher Stiftsorganist Alois Gaggl die drei Orgeln in der Pfarrkirche Ossiach, nämlich die große Barockorgel von Franz Knoller (1692), die Wilhelm-Backhaus-Gedächtnis-Orgel der Schweizer Firma Metzler (1970/71) und das 2022 restaurierte und spielfähig gemachte Orgelpositiv von Franz Knoller aus dem 17./18. Jahrhundert, präsentieren. Die Besichtigung der Orgel in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain/Žihpolje steht am Donnerstag am Programm. Am Freitag, dem 24. Juli, gibt der Klagenfurter Domorganist Klaus Kuchling Einblicke in die Marienorgel und die Mathis-Orgel im Klagenfurter Dom.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten bei den Orgeltagen u.a. Informationen zum Orgelbau allgemein, zur Orgelliteratur sowie zum freien Orgelspiel und sind auch eingeladen, selbst zu spielen und vorbereitete Stücke zu präsentieren.
Um Anmeldung (bis jeweils einen Tag vor der Besichtigung) wird gebeten: Referat für Kirchenmusik, kirchenmusikreferat@kath-kirche-kaernten.at, Tel. 0463/5877-2121.

Orgel – Königin der Instrumente.
In der Diözese Gurk gibt es ca. 500 Orgeln (siehe dazu auch: Broschüre „Kirchenorgeln in Kärnten, Slowenien und Friaul“), die von den rund 180 OrganistInnen in den Kärntner Pfarren zum größten Teil auch bespielt werden. Die größte Orgel Kärntens ist mit 57 Registern auf drei Manualen und Pedal jene der tschechischen Orgelbaufirma Rieger-Kloss in der Klagenfurter Stadthauptpfarrkirche St. Egid. Die ca. 4.000 Pfeifen dieser Orgel reichen in ihrer Größe von wenigen Millimetern bis zu einer Höhe von 4,80 Metern.
Die wahrscheinlich älteste erhaltene Orgel Kärntens (1. Hälfte 17. Jh.) befindet sich in der Filialkirche Maria Dorn in Eisenkappel/Železna kapla. Dieses Instrument ist in Kärnten auch wegen der außergewöhnlichen bunten Gestaltung des Gehäuses einzigartig. Zu den jüngsten Orgeln im Lande zählt die Marienorgel (2016) im Klagenfurter Dom aus der Werkstätte der österreichischen Rieger Orgelbau GmbH in Schwarzach. Mit ihren 35 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal, gehört diese Marienorgel zu den größeren Instrumenten der Orgellandschaft Kärntens. Die Klagenfurter Domkirche beherbergt außerdem die im Jahr 1986 geweihte Domorgel, die mit ihren 45 Registern auf drei Manualen und Pedal zu einem der Meisterwerke der Schweizer Orgelbaufirma Mathis zählt. Mit dem seit mehr als 160 Jahren bestehenden Domchor und dem Festival „Musica Sacra“ kommt dem Klagenfurter Dom als Kathedralkirche des Bischofs weitere besondere Bedeutung im Bereich der Kirchenmusik zu.
Auf eine Besonderheit in der Orgellandschaft Kärntens trifft man in der Stiftskirche Ossiach, verfügt diese doch als eine der wenigen Kirchen Kärntens gleich über drei „Königinnen der Instrumente“: die große Barockorgel von Franz Knoller (1692), die Wilhelm-Backhaus-Gedächtnis-Orgel der Schweizer Firma Metzler (1970/71) und das 2022 restaurierte und spielfähig gemachte Orgelpositiv von Franz Knoller aus dem 17./18. Jahrhundert.