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Bischof Marketz bei Ölweihegottesdienst im Klagenfurter Dom: In der Salbung handelt Gott an den Menschen

Bei der Chrisammesse im Klagenfurter Dom weiht Bischof Marketz traditionell die heiligen drei Öle. (Im Bild: Ölweihegottesdienst 2023); Foto: Pressestelle/Eggenberger
Bei der Chrisammesse im Klagenfurter Dom weiht Bischof Marketz traditionell die heiligen drei Öle. (Im Bild: Ölweihegottesdienst 2023); Foto: Pressestelle/Eggenberger

Klagenfurt, 1. 4. 26 (pgk). „Die Welt braucht Menschen, die Hoffnung verkünden, und zwar nicht abstrakt, sondern konkret“, sagte Diözesanbischof Dr. Josef Marketz bei der „Missa chrismatis“, dem Ölweihegottesdienst, im Klagenfurter Dom. „Die Lesungen des heutigen Tages sprechen von Heilung, Befreiung und Trost; und genau das ist unser Auftrag, wenn wir die Sakramente spenden, wenn wir das Wort Gottes verkünden, wenn wir für die Menschen da sind“, sagte Bischof Marketz bei der hl. Messe im Beisein des Gurker Domkapitels sowie von Priestern, Diakonen und Priesterseminaristen der Diözese Gurk. Die Weihe der Öle am heutigen Tag sei ein besonderes Zeichen für die Diözese. „Gerade in herausforderungsreichen Zeiten ist es wichtig, dass Menschen Heilung erfahren, und zwar nicht durch die Hand des Priesters, sondern durch die Hand Gottes in Form der Salbung mit den heiligen Ölen“, so der Kärntner Bischof.
„Die diesjährige Installation im Rahmen der ´Kunst im Dom´ zeigt menschliche Gestalten, die verletzt, gebrochen und zerrissen erscheinen und sich offenbar im Inneren der Kirche eine Verwandlung versprechen“, sagte Bischof Marketz und rief mit Blick auf diese Gestalten dazu auf, „die Menschen in ihrer Gebrochenheit und besonders die Armen und Verletzten noch stärker in den Blick der Verkündigung zu nehmen“. Er wisse, so Bischof Marketz, dass diese Sendung nicht immer leicht sei. „Es gibt Müdigkeit, Zweifel, Enttäuschung, auch in unserem Leben, auch während unseres Dienstes“, sagte der Kärntner Bischof und betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Erneuerung des Weiheversprechens der Priester und Diakone im Rahmen der „Missa chrismatis“. Diese Erneuerung des Weiheversprechens sei mehr als eine formale Geste, „es ist eine Rückkehr zu diesem Moment, wo wir gesagt haben, hier bin ich“, so Bischof Marketz. Es bedeute, „neu ja zu sagen zu Christus, der uns gerufen hat, neu ja zu sagen, zur Kirche, in deren Dienst wir stehen, und neu ja zu sagen zu den Menschen, zu denen wir gesandt sind“, betonte der Kärntner Bischof.

Beim Ölweihegottesdienst im Klagenfurter Dom hat Bischof Marketz insgesamt 24 Liter Chrisam-, Katechumen- und Krankenöl geweiht, die in den Kärntner Pfarren für die Spendung des Tauf- und Firmsakramentes, der Priesterweihe, für die Salbung von Taufbewerbern bei der Erwachsenentaufe, für die Krankensalbung sowie für die Weihe von Altären und Kirchen zur Verwendung kommen werden. Nach der Chrisammesse waren die Priester und Diakone wieder zur Recollectio, einer geistlichen Zusammenkunft im Klagenfurter Slomšek-Heim, geladen.