Bischof Marketz bei Jahresschlussmesse im Klagenfurter Dom: Hoffnung verwirklicht sich in Taten, Begegnungen und Solidarität
Diözesaner Abschluss des "Heiligen Jahres 2025" - Seelsorgeamtsdirektorin Schneider-Brandauer: Dankbar für die vielen Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger in den Pfarren
Klagenfurt, 31. 12. 25 (pgk). Die hl. Messe zum Jahresschluss mit Diözesanbischof
Dr. Josef Marketz im Klagenfurter Dom bildete für die Diözese Gurk gleichzeitig auch den Abschluss des Heiligen Jahres 2025, welches von Papst Franziskus am 24. Dezember 2024 eröffnet
wurde und in Rom offiziell am 6. Januar 2026, dem Fest der Erscheinung des Herrn, mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom durch Papst Leo XIV. endet. „Das vergangene Jahr war für viele kein leichtes Jahr - geprägt von Kriegen, Unsicherheiten, persönlichen Sorgen, Müdigkeit, Polarisierungen…“ sagte Bischof Marketz in seiner Predigt. In all diese herausforderungsreichen Situationen hinein habe Papst Franziskus ein Heiliges Jahr ausgerufen. „Dieses Jahr der Hoffnung wollte uns nicht sagen: ´Alles wird gut´, sondern vielmehr: ´Gott ist da, auch wenn nicht alles gut ist´“, betonte der Kärntner Bischof. Christlich verstandene Hoffnung sei nämlich „keine Verdrängung der Realität, sondern die Weigerung, die Realität ohne Gott zu betrachten“. Hoffnung bleibe auch nicht abstrakt. „Sie will Gestalt annehmen in Taten, Begegnungen und Solidarität. Deshalb ist das Heilige Jahr in der Diözese Gurk nicht nur gefeiert, sondern in vielen Projekten und Initiativen konkret gelebt worden“, sagte Bischof Marketz. Gleichzeitig verwies der Kärntner Bischof darauf, dass „nicht unsere Erfolge das Fundament der Hoffnung sind, sondern Christus selbst, das menschgewordene Wort“. Am heutigen Abend werde zwar das Heilige Jahr der Hoffnung formal abgeschlossen, so der Kärntner Bischof, „Hoffnung lässt sich aber nicht abschließen“. Es ende zwar das Heilige Jahr, aber nicht die Gegenwart Gottes. „Wir gehen nicht hoffnungslos ins neue Jahr, sondern hoffnungsvoll, weil wir nicht allein gehen“, so Bischof Marketz.
Seelsorgeamtsdirektorin Mag. Elisabeth Schneider-Brandauer gab im Rahmen der hl. Messe zum Jahresschluss einen kurzen Überblick über die zahlreichen Initiativen und Projekte, die in der Katholischen Kirche Kärnten anlässlich des Heiligen Jahres umgesetzt wurden. Sie sei „sehr dankbar und glücklich“ darüber, so die Seelsorgeamtsdirektorin, „dass in den Pfarren und anderen Einrichtungen der Katholischen Kirche Kärnten so viele Menschen zu Pilgerinnen und Pilgern der Hoffnung wurden“. „Die Kirche in Kärnten blüht vielfältig, verbindet Altes mit Neuem. So viele Frauen und Männer sind Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger in unseren Pfarren“, so Schneider-Brandauer.
Die Silvesterpredigt zum Nachschauen
Musikalisch gestaltet wurde die Jahresschlussandacht, die auf www.kath-kirche-kaernten.at/domklagenfurtlive nachzusehen ist, von SolistInnen, Chor und Orchester der Dommusik (Leitung: Domkapellmeister Thomas Wasserfaller). Zur Aufführung kamen die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel.