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Bischof Marketz bei Diakonweihe im Klagenfurter Dom: Diakonat gehört mitten in die Welt

Bischof Marketz mit den Diakonen Walker, Alberer, Smeritschnig, Krobath und Lagger (v. l.)
Bischof Marketz mit den Diakonen Walker, Alberer, Smeritschnig, Krobath und Lagger (v. l.);
Fotocredit: Diözesan-Pressestelle/Assam

Klagenfurt, 5. 10. 26 (pgk). „Der Diakonat gehört nicht nur in den Altarraum, sondern mitten in die Welt“, sagte Diözesanbischof Dr. Josef Marketz bei der Diakonweihe am gestrigen Gedenktag des hl. Franz von Assisi im Klagenfurter Dom. Im Rahmen des Gottesdienstes weihte Bischof Marketz Robert Alberer (Pfarre Obermillstatt), Gernold Lagger (Pfarre Feistritz an der Drau), Klaus Smeritschnig (Pfarre St. Margarethen ob Töllerberg/Šmarjeta) und Josef Christian Walker (Pfarre Grafendorf im Gailtal) zu Ständigen Diakonen. Priesteramtskandidat Lukas Krobath (Pfarrverband Bad St. Leonhard, Schiefling und Prebl sowie Pfarre Preitenegg) empfing die Diakonweihe als Durchgangsstufe für die Priesterweihe.
Bischof Marketz rief die fünf neu geweihten Diakone dazu auf, ihren Dienst besonders an Menschen am Rand der Gesellschaft zu verstehen und eine Kirche sichtbar zu machen, „die nicht nur nach innen schaut“. Das Dienen stellte der Kärntner Bischof als zentrale Aufgabe der Neugeweihten dar. Die Weihe sei niemals eine Auszeichnung für bereits Erreichtes, sondern vielmehr eine Antwort auf einen Ruf. „Diakon zu sein bedeutet deshalb nicht zuerst, eine besondere Stellung in der Kirche zu bekommen. Es bedeutet, eine bestimmte Haltung anzunehmen, nämlich die Haltung Jesu“, so der Kärntner Bischof. Mit Blick auf den Gedenktag des hl. Franz von Assisi verwies Bischof Marketz zudem auf das Vorbild des Heiligen. Franziskus sei nicht als „großer Kirchenfürst" oder mächtiger Mann gestorben, sondern „als Bruder der Menschen, als Bruder der Armen, als Bruder der Schöpfung und vor allem als Bruder Jesu Christi". Dieses Vorbild sollten auch die Neugeweihten in ihrem Dienst bewahren, so Bischof Marketz, der daran erinnerte, dass das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) den Dienst des Diakons mit drei Bereichen verbunden habe, nämlich dem Dienst am Wort, dem Dienst am Altar und dem Dienst an der Liebe. Voraussetzung dafür sei eine Haltung der Hingabe, betonte der Kärntner Bischof. Auch das Gebet sei daher „kein Nebenschauplatz des diakonalen Dienstes", sondern vielmehr dessen Quelle. „Wer Menschen dienen, das Wort verkünden und die Not anderer tragen will, muss selbst immer wieder die Verbindung zu Christus suchen“, sagte Bischof Marketz. Der zentrale Auftrag der Diakone sei es, zu dienen. „Dient dem Wort. Dient am Altar. Dient den Menschen. Und dient dem Frieden", sagte Bischof Marketz. So könne es gelingen, eine Kirche zu formen, „die ihre Türen offenhält, die Menschen sieht, bevor sie nach deren Kirchenzugehörigkeit frage, Armen nicht nur etwas gebe, sondern ihre Würde wahrt, bei Kranken bleibt und Menschen in ihrer Einsamkeit nicht allein lässt“.

Der Festgottesdienst, der auch via Livestream übertragen wurde, wurde musikalisch von der Schola der Diakonengemeinschaft der Diözese Gurk, dem Gemischten Chor Grafendorf und Domorganist Klaus Kuchling gestaltet.