Bischof Marketz: Aktion Familienfasttag ist konkretes Zeichen der Solidarität und der Mitverantwortung füreinander
Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung im Bischofshaus in Klagenfurt
Klagenfurt, 24. 2. 26 (pgk). Im Rahmen der „Aktion Familienfasttag“ der Katholischen Frauenbewegung/Katoliško žensko gibanje (kfb) luden Diözesanbischof Dr. Josef Marketz und Generalvikar Dr. Johann Sedlmaier heute gemeinsam mit den Diözesanreferentinnen Monika Tuscher und Frančiška Trpin-Jelovčan sowie kfb-Vorsitzender Ulrike Schwager zum Benefizsuppenessen unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ in die Bischöfliche Residenz in Klagenfurt ein. Schwerpunkt der diesjährigen Spendenaktion ist das Projekt SEEDS (Socio Economic and Education Development Society), das indigene Frauen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand unterstützt.
„Die Fastenzeit lädt in besonderer Weise dazu ein, sich in Barmherzigkeit und Nächstenliebe neu einzuüben“, betont Bischof Marketz und würdigt in diesem Zusammenhang die Aktion „Familienfasttag“ der Katholischen Frauenbewegung „als konkretes Zeichen der gelebten Solidarität und Mitverantwortung füreinander“. Er sei dankbar, so der Kärntner Bischof, dass sich die Katholische Frauenbewegung „seit Jahrzehnten für eine gerechtere Gesellschaft einsetzt und mit den unterstützen Projekten Themen wie Friede, Freiheit, Sicherheit oder Bildung als unverzichtbare Grundlagen unseres Zusammenlebens sichtbar macht“. Die zahlreichen Fastensuppenessen in den Kärntner Pfarren würden auch davon zeugen, „dass die Aktion nicht nur eine lieb gewordene Tradition ist, sondern vor allem auch sehr wertgeschätzt wird“, so Bischof Marketz.
Die Aktion Familienfasttag wird seit 1958 jährlich von der Katholischen Frauenbewegung organisiert und österreichweit unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ durchgeführt. Mit den eingenommenen Spenden werden rund 70 Projekte in den Ländern des Südens unterstützt. Das diesjährige Schwerpunktprojekt SEEDS arbeitet seit 1995 mit indigenen Frauen (Adivasi) im ostindischen Bundesstaat Jharkhand zusammen und ist seit 2006 Projektpartner der Aktion Familienfasttag. Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, ihre Rechte zu kennen, einzufordern und aktiv an gesellschaftlichen Entscheidungen teilzuhaben. SEEDS ist aktuell in 131 Dörfern aktiv. Rund 3.000 Frauen engagieren sich dort für ein Leben ohne Gewalt, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Da viele Frauen Analphabetinnen sind, setzt SEEDS auf niederschwellige Bildungsarbeit und auf Frauen aus den Gemeinden selbst, sogenannte Barefoot Counselors, die in Gewaltprävention, Rechtsaufklärung und Konfliktlösung geschult werden.