Bischof Marketz bei Beauftragung von sieben Akolythen: Akolythendienst ist ein geistlicher Dienst
Klagenfurt, 1. 6. 26 (pgk). Am gestrigen Dreifaltigkeitssonntag, dem 31. Mai, hat Diözesanbischof Dr. Josef Marketz in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain/Žihpolje sieben Personen – eine Frau und sechs Männer – zum Akolythendienst beauftragt. Es war dies die dritte Beauftragungsfeier von Akolythinnen und Akolythen in der Diözese Gurk, nachdem dieser Dienst 2021 von Papst Franziskus für Männer und Frauen in gleicher Weise geöffnet wurde und die Diözese Gurk ihn im Jahr 2024 als erste Diözese Österreichs offiziell für männliche und weibliche Laien eingeführt hat. Mit dieser neuen Akolythin und den Akolythen leisten in der Diözese Gurk nun elf Akolythinnen und 23 Akolythen diesen Dienst.
„Der Akolythendienst ist mehr als eine Aufgabe oder ein Ehrenamt. Er ist ein geistlicher Dienst“, sagte Bischof Marketz gestern bei der Beauftragung von einer Frau und sechs Männern zum Akolythendienst im Rahmen einer hl. Messe in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain/Žihpolje. Im Mittelpunkt christlichen Glaubens stehe, so der Kärntner Bischof, „nicht Angst, sondern Liebe. Nicht Verurteilung, sondern Rettung. Nicht Distanz, sondern die Nähe Gottes zum Menschen“. Eben diese Nähe Gottes werde in jeder Eucharistiefeier und anderen liturgischen Vollzügen sichtbar, „weshalb der Dienst des Akolythen/der Akolythin ein so wichtiger Dienst ist“. Der Akolyth/die Akolythin helfe mit, „dass Christus sichtbar und erfahrbar wird, mitten unter uns“. Ein guter Akolyth/eine gute Akolythin sei nicht nur jemand, der den Ablauf der Liturgie kenne, sondern jemand, der aus der Freundschaft mit Christus lebe. Bischof Marketz rief die nun beauftragte Akolythin und die sechs Akolythen dazu auf, Menschen des Gebets, der Eucharistie und des Dienens zu bleiben. „Dann wird euer Dienst selbst zu einer stillen Predigt über die Liebe Gottes“, sagte der Kärntner Bischof.
Diese hl. Messe mit Bischof Marketz bildete den Abschluss eines einjährigen Ausbildungskurses für Akolythinnen und Akolythen (Leitung: Mag. Klaus Einspieler, Leiter der Stabsstelle für Bibel und Liturgie), dessen inhaltliche Schwerpunkte der Ablauf der Messfeier, die Feiern im Laufe des Kirchenjahrs, die Feier der Krankenkommunion, Bedeutung und Pflege des Kirchenraums sowie die eucharistische Anbetung sind.
Folgende Akolythinnen und Akolythen (in alphabetischer Reihenfolge) wurden von Bischof Marketz für den Dienst in den Pfarren beauftragt: Manfred Berger (Pfarre Maria Rain/Žihpolje), Johann Siegfried Dovjak (Pfarre Rottenstein/Podgrad), Kurt Christian Dreger (PfarreTiffen), Andreas Kainig-Koren (Klagenfurt-Dom), Klarissa Kristinus (Klagenfurt-St. Josef-Siebenhügel), Armin Puschl (Pfarre Mieger/Medgorje) und Jozej Urank (Pfarre Gallizien/Galicija).
Akolythen (griechisch: Nachfolger) sind laut Kirchenlehre „Helferinnen und Helfer des Diakons und Priesters am Tisch des Herrn, die von der Katholischen Kirche dazu bestellt sind, im Rahmen der hl. Messe liturgische Dienste auszuüben“. Akolythinnen und Akolythen werden beauftragt, am Altar zu dienen und dem Priester und dem Diakon behilflich zu sein. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Altar und die sakralen Gefäße zu bereiten. Sie helfen u. a. auch beim Austeilen der Kommunion, bringen diese alten und kranken Menschen und dürfen das Allerheiligste zur eucharistischen Anbetung aussetzen. Sie arbeiten eng mit den MesnerInnen, MinistrantInnen und KommunionhelferInnen zusammen und üben manche dieser Aufgaben auch selbst aus. Außerhalb der Liturgie sind sie zur Förderung der aktiven und tätigen Teilnahme der Gemeinde am Gottesdienst und zur Mitwirkung im Pfarrgemeinderat angehalten.
Der nächste Lehrgang beginnt im Jänner 2027 im Pfarrzentrum Spittal an der Drau.