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Bischof Marketz beauftragt vier Frauen und drei Männer zu Ständigen Lektorinnen und Lektoren

Werden von Bischof Marketz als Ständige Lektorinnen und Lektoren beauftragt: Adunka, Dreger, Fugger, Glinik (oben v. l.), Kräll, Pern+e, Urank (unten v. l.); Fotos: privat
Werden von Bischof Marketz als Ständige Lektorinnen und Lektoren beauftragt: Adunka, Dreger, Fugger, Glinik (oben v. l.), Kräll, Pern+e, Urank (unten v. l.); Fotos: privat

Klagenfurt, 19. 1. 26 (pgk). Diözesanbischof Dr. Josef Marketz wird am Freitag, dem 23. Jänner, im Rahmen einer Wortgottesfeier um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche „Maria Dorn“ in Feldkirchen vier Frauen und drei Männer als Ständige Lektorinnen und Lektoren beauftragen. Dabei wird ihnen vom jeweils zuständigen Pfarrer das liturgische Gewand, die Albe, übergeben. Musikalisch umrahmt wird die Wortgottesfeier vom FeldKirchenchor (Leitung: Gisela Gsodam).
Die Wortgottesfeier mit Bischof Marketz bildet den feierlichen Abschluss des in Modulen durchgeführten Ausbildungskurses für Ständige Lektorinnen und Lektoren (Leitung: Mag. Klaus Einspieler, Leiter der Stabsstelle für Bibel und Liturgie), dessen inhaltliche Schwerpunkte die Ausbildung zur Leitung von Wortgottesdiensten und Segensfeiern, Methoden der Bibelarbeit, Predigterarbeitung und Weitergabe des Glaubens sowie die Erschließung liturgischer Handlungsfelder außerhalb des Kirchenraums waren.

Die neuen Ständigen Lektorinnen und Lektoren der Diözese Gurk sind (in alphabetischer Reihenfolge): Maria Theresia Adunka (Pfarre St. Stefan-Finkenstein/Bekštanj), Monika Dreger (Pfarre Villach-St. Nikolai), Andreas Fugger (Pfarre Radweg), Michael Johann Glinik (Pfarre Sittersdorf/Žitara vas), Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kröll (Krankenhausseelsorge Elisabethinen Klagenfurt), Prof. Mag. Maria Perne (Pfarre Gallizien/Galicija) und Ursula Urank (Pfarre Gallizien/Galicija).
Mit diesen neuen Ständigen Lektorinnen und Lektoren üben in der Diözese Gurk derzeit insgesamt 22 Frauen und Männer diesen liturgischen Dienst aus.
Das Ständige Lektorat für männliche und weibliche Laien wurde, ebenso wie das Akolythat für männliche und weibliche Laien, 2021 von Papst Franziskus durch eine Änderung im Kirchenrecht ermöglicht. Die Diözese Gurk hat 2024 als erste Diözese Österreichs die liturgischen Dienste des Ständigen Lektorats und des Akolythats eingeführt. Im Mai 2024 wurden von Bischof Marketz die ersten elf Frauen und drei Männer als Ständige Lektorinnen und Lektoren beauftragt. Eine Ständige Lektorin und ein Ständiger Lektor erhielten im Jänner 2025 von Papst Franziskus in Rom die Beauftragung.

Der Ausdruck „Ständiger Lektor“ verdeutlicht, dass diese Person auf Dauer mit der Aufgabe, in der Liturgie die biblischen Lesungen vorzutragen, betraut ist. Ständige Lektorinnen und Lektoren sind auch außerhalb der Liturgie das Gesicht, das man in der Pfarre mit dem Wort Gottes verbindet. Ihnen sind folgende liturgische Dienste zugeordnet: Lektoren ohne Beauftragung, Vorbeter, Wortgottesdienstleiter und Leiter von Segensfeiern. Sie sollen von Ständigen Lektoren nicht verdrängt werden – im Gegenteil: Sie nehmen diese Aufgaben als eine/einer unter vielen wahr. Die Arbeitsbereiche der Ständigen Lektoren umfassen die in den liturgischen Büchern festgelegten Aufgaben (z. B. Vortrag der Schrifttexte), die Aufgaben der Leiterin/des Leiters von Wortgottesdiensten und Segensfeiern mit Predigterlaubnis, Verbreitung und Vertiefung des Wortes Gottes in der Pfarre, etwa bei Bibelgesprächen und religiöser Bildung, Suche nach Lektoren sowie Sorge um deren Einweisung, Koordination und Weiterbildung, die Pflege der Vielfalt liturgischer Feierformen (z. B. Tagzeitenliturgie, Wort-Gottes-Feiern, Segensfeiern, Andachten), Erschließung liturgischer Handlungsfelder auch außerhalb des Kirchenraums, etwa durch geistliche Impulse bei Veranstaltungen von Vereinen oder Andachten auf Berggipfeln sowie die Koordination der Vorbeter und Wortgottesdienstleiter der Pfarre. Sinnvoll ist ebenso die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat als Grundbeauftragte/Grundbeauftragter für Verkündigung oder Liturgie. Die konkreten Tätigkeitsfelder in der Pfarre sind in einem umfassenden Gespräch mit dem jeweiligen Pfarrer im Vorfeld der Beauftragungsfeier festgelegt worden.