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6. Jänner: Hochfest der Erscheinung des Herrn – Hl. Messe mit Bischof Freistetter im Klagenfurter Dom

Geschichte und Brauchtum des Dreikönigstages

Anbetung der Könige, Maria Rojach. Foto: Pressestelle
Anbetung der Könige, Maria Rojach. Foto: Pressestelle

Klagenfurt, 3. 1. 20 (pgk). Am kommenden Montag, dem 6. Jänner, feiert die Katholische Kirche das Hochfest der Epiphanie, der Erscheinung des Herrn. Dieses Fest, in dessen Mittelpunkt das Erscheinen Gottes in Jesus Christus steht, ist nach dem Hochfest der Geburt des Herrn (25. Dezember) und dem Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Jänner) das dritte Hochfest in der Weihnachtszeit und für die Kirchen des Ostens heute noch der Termin für das Weihnachtsfest.
In der Bevölkerung ist der 6. Jänner weitläufig als Festtag der Hl. Drei Könige bekannt. Apostolischer Administrator Militärbischof Dr. Werner Freistetter, in der Österreichischen Bischofskonferenz u. a. für das Referat Weltkirche verantwortlich, feiert um 10 Uhr im Klagenfurter Dom eine hl. Messe, die von den Sternsingern der Dompfarre mitgestaltet wird.
Die Heiligen Drei Könige. Das Matthäus-Evangelium berichtet von Sterndeutern („Magoi“, woraus sich unser Wort Magier ableitet), also sternkundigen Weisen, die einer Sternkonstellation folgend über Jerusalem nach Bethlehem kamen, um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen. Schon seit dem 4. Jahrhundert wurden diese Sterndeuter auf die Dreizahl festgelegt, wahrscheinlich wegen der Anzahl der Gaben. Im 6. Jahrhundert wurden dann aus Sterndeutern Könige. Auch hier wird vermutet, dass die adelige Abstammung aus den Gaben, die sie dem Jesuskind gebracht haben, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe, abgeleitet wurde. Erst im 9. Jahrhundert erhielten die drei Könige dann die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar. Die Buchstaben „C+M+B“, die die Sternsinger heute bei ihren Besuchen an die Türen schreiben, sind eine Abkürzung für den alten Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus, segne dieses Haus) und steht nicht, wie oft vermutet wird, für die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden 1164 von Mailand nach Köln gebracht, als Geschenk des Mailand-Eroberers Kaiser Friedrich Barbarossa an seinen Verbündeten Rainald von Dassel, dem damaligen Erzbischof von Köln.
Der Brauch des Sternsingens. Der Brauch des Dreikönigssingens entwickelte sich im 16. Jahrhundert. Heute sind die Sternsinger der Katholischen Jungschar zu Beginn des neuen Jahres unterwegs, um unter dem Motto „Hilfe unter gutem Stern“ die frohe Botschaft von Weihnachten zu überbringen und Geld für Not leidende Menschen in der so genannten Dritten Welt zu sammeln. Die Dreikönigsaktion, die um den Jahreswechsel 1954/55 mit einer kleinen lokalen Initiative begann, hat sich inzwischen zur größten österreichischen Spendensammlung für Menschen in den Armutsregionen der Welt entwickelt.