50. Jahrestag des Erdbebens in Friaul: Gedenk- und Dankgottesdienst in Gemona
Teilnahme von Bischof Marketz, Caritasdirektor Sandriesser und Caritas-Direktor i. R. Omelko
Klagenfurt, 29. 4. 26 (pgk). Anlässlich des bevorstehenden 50. Jahrestages des Erdbebens in Friaul wird Diözesanbischof Dr. Josef Marketz auf Einladung des Erzbischofs von Udine, Msgr. Riccardo Lamba, am Sonntag, dem 3. Mai, gemeinsam mit Caritasdirektor Mag. Ernst Josef Sandriesser und Caritasdirektor i. R. Prälat Dr. Viktor Omelko an einem Gedenk- und Dankgottesdienst in Gemona del Friuli teilnehmen. Die hl. Messe um 16 Uhr bei der Kaserne Goi-Pantanali wird vom Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Maria Zuppi, geleitet. Konzelebranten sind u.a. der emeritierte Erzbischof von Florenz, Kardinal Giuseppe Betori, der Patriarch von Venedig, Francesco Moraglia, sowie zahlreiche weitere Bischöfe. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen das Gedenken an die Opfer des Erdbebens sowie der Dank an die unzähligen Freiwilligen aus ganz Italien und den Nachbarländern, die den Wiederaufbau unterstützten.
Beim Wiederaufbau wesentlich beteiligt war auch die Caritas Kärnten, die damals unter der Leitung von Direktor Viktor Omelko den Grundstein für ihre professionelle Auslandshilfe legte. „Die Lage war zutiefst bedrückend. Überall waren kaputte Häuser, die Menschen schwer verzweifelt“, sagt Omelko. Mobile Sanitäreinrichtungen, Wohnboxen und Bauholz zur Sicherung der stehengebliebenen Häuser umfassten die ersten Hilfslieferungen. Der Caritas gelang es, mit Unterstützung engagierter Fachkräfte und vieler Ehrenamtlicher die ärgste Not zu lindern und die Menschen zur Selbsthilfe anzuleiten. Im September 1976 wurden die ersten durch Spendengelder finanzierten Wohnhäuser an die Bewohnerinnen und Bewohner in Friaul übergeben. Insgesamt errichtete die Caritas Kärnten 256 Häuser für die durch das Beben in schwere Not geratenen Familien, einen Kindergarten sowie zwei Pflegewohnhäuser.
Am 6. Mai 1976 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.5 die Region Friaul-Julisch-Venetien. Fast 1.000 Menschen kamen dabei ums Leben, rund 2.600 wurden teilweise schwer verletzt, ca. 80.000 Menschen wurden obdachlos. Die Erschütterungen waren in ganz Norditalien sowie in den benachbarten Regionen Sloweniens und Österreichs, insbesondere auch in Kärnten, deutlich wahrnehmbar.