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5. April, Ostersonntag: Österreichweite Radioübertragung des feierlichen Hochamtes aus der Stadthauptpfarrkirche Villach-St. Jakob

Foto: Pfarre Villach-St. Jakob
Foto: Pfarre Villach-St. Jakob

Klagenfurt, 1. 4. 26 (pgk). Am Ostersonntag, dem 5. April, überträgt der ORF von 10 bis 11 Uhr österreichweit im Programm der Regionalradios Ö2 das feierliche Hochamt mit Stadthauptpfarrer Kons. Rat Dr. Richard Pirker. Musikalisch gestaltet wird der Festgottesdienst von Chor und Orchester der Stadthauptpfarre St. Jakob (Leitung: Klaus Waltritsch) mit der „Missa brevis D-Moll, KV 65“ von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel.
In seiner Predigt wird Stadthauptpfarrer Pirker Ostern „als Fest der Begegnung mit dem Auferstandenen“ in den Mittelpunkt stellen. „Am Ostermorgen begegnen wir der wohl schönsten Verwandlung, die die Bibel kennt, nämlich der Verwandlung von Tränen in Staunen, von Verzweiflung in Hoffnung, von Tod in Leben“, so der Villacher Stadthauptpfarrer. Mit Blick auf Maria Magdalena, die das leere Grab vorfindet, verweist Pirker auf die verwandelnde Kraft des Osterfestes. „In dieser Leere ereignet sich das Wunder: eine Begegnung, die ihr Herz und mit ihr die Welt verändert. Ostererfahrungen brechen die Angstzustände und Hoffnungslosigkeiten auf und verwandeln diese in Freude“, sagt der Villacher Stadthauptpfarrer.

Die Stadthauptpfarrkirche St. Jakob, am südlichen Ende des Hauptplatzes in Villach in beherrschender Lage gelegen, ist einer der am großzügigsten gestalteten dreischiffigen Hallenräume der Spätgotik in Kärnten und besitzt den mit 93 Metern höchsten Kirchturm Kärntens.
Ein Vorgängerbau aus dem 11. Jh. wird 1136 erstmals urkundlich als Filialkirche von Maria Gail erwähnt. Durch das Erdbeben am 25. Jänner 1348 wurde die Kirche bis auf den Turm zerstört. Die Neuerrichtung dauerte mehr als hundert Jahre. Im Zuge der Reformation wurde St. Jakob 1526 zur evangelischen Kirche, 1594 dann wieder katholisch. Die Pfarre gehörte bis nach Auflösung des Patriarchates von Aquileia 1752 zum Erzbistum Görz, seit der Zeit Joseph II. zur Diözese Gurk. 1909 wurde St. Jakob zur Stadthauptpfarre erhoben.
Im weiträumigen Kircheninneren ist der prachtvolle Hochaltar in Chorbreite mit reichem Rokokoschnitzwerk von 1784/85 besonders bemerkenswert. In den Altaraufbau aus freistehenden Säulen mit Volutenkrone ist ein monumentaler, spätgotischer Kruzifixus (1502) eingespannt. Darunter befindet sich eine Madonnenstatue aus dem 17. Jh., flankiert von den Figuren der Heiligen Laurentius und Jakobus. Die 1555 gestiftete, reich skulpturierte Steinkanzel von Gallus Seliger stammt noch aus der Zeit, als die Kirche ein evangelisches Gotteshaus war, und zählt zu den bedeutendsten protestantischen Renaissance-Steinkanzeln Österreichs. Langhaus und Seitenkapellen sind mit Barockaltären und Statuen des 18. Jhs. sowie mit Grabstätten des 16. bis 18. Jhs. ausgestattet. Von der weiteren Innenausstattung ist das Ende des 17. Jhs. gestiftete Chorgestühl besonders erwähnenswert. Ein überlebensgroßes Wandbild des hl. Christophorus an der Chorsüdwand aus Mitte des 15. Jhs. wird Thomas von Villach zugeschrieben. Von den Kapellen verdient die 1482 gestiftete Leiningerkapelle mit spätgotischem figural gestalteten Taufstein, spätgotischem Chorgestühl (1464) und gotischen Heiligenstatuen besondere Erwähnung.