29. Mai: “Lange Nacht der Kirchen“ unter dem Motto “MUTeinander” an mehr als 100 Standorten in Kärnten
Klagenfurt, 22. 5. 26 (pgk). Am Freitag, dem 29. Mai, findet wieder die österreichweite ökumenische „Lange Nacht der Kirchen“ statt. In Kärnten laden katholische, evangelische, altkatholische und rumänisch-orthodoxe Kirche an mehr als 100 Standorten zu einem vielfältigen Programm mit rund 300 Veranstaltungen ein.
Themenschwerpunkt „MUTeinander“ (Auswahl).
Mehrere Veranstaltungen widmen sich im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ in besonderer Weise dem diesjährigen Motto "MUTeinander". In der Klagenfurter Dompfarre lädt Domkapellmeister Thomas Wasserfaller um 16.30 Uhr unter dem Motto „Mut zum Klang“ zum gemeinsamen Singen in den Franziskussaal ein. Der daraus entstehende „Lange-Nacht-Projektchor“ gestaltet um 18 Uhr die Maiandacht im Dom musikalisch mit. „Ein mutiger Weg?“ lautet der Programmpunkt um 20.30 Uhr im Klagenfurter Domgarten (bei Schlechtwetter im Dompfarrhof), bei dem die Priesterseminaristen Philipp Ruhdorfer (Dompfarre Klagenfurt) und Michael Jäger (Pfarre Döbriach) über ihre Berufung und ihren bisherigen Weg zum Priesterberuf sprechen.
Unter dem Titel „Über Mut, Motivation und Miteinander“ geben in der Klagenfurter Bürgerspitalkirche Mitarbeitende der Caritas aus verschiedenen Bereichen von 19 bis 21 Uhr Einblicke in ihre Arbeit. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Florianichor der Werkstatt Florian/Delavnica Florijan (Team Lebensgestaltung: Menschen mit Behinderung) der Caritas.
Ein abenteuerliches Kinderprogramm mit spielerischen Mutproben, Lagerfeuer, Steckerlbrot-Grillen u.v.m. erwartet Interessierte von 17 bis 18 Uhr in der Pfarre Klagenfurt-St. Martin.
Das Thema „Mut“ steht auch im Mittelpunkt der „Vier-Kirchen-Pilgerwanderung“ in Gmünd. Der Weg führt von der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Start: 19 Uhr) weiter über die Kalvarienberg-Kirche und die Kirche Kreuzbichl zur Evangelischen Kirche Gmünd. In den Kirchen wird es jeweils spirituelle Impulse zum Thema „Mut“ geben.
Eine besondere Kirchenwanderung gibt es auch in der Pfarre Irschen. Unter dem Motto „Hab den Mut, wirklich glücklich zu sein“ führt der Pilgerweg zu den sechs Kirchen im Pfarrgebiet. In jeder Kirche gibt es Impulse zum jeweiligen Patron der Kirche und zum Thema „Mut“. Start ist um 17.15 Uhr in Suppersberg. Die Pilgerwanderung führt dann weiter nach Rittersdorf, St. Salvator, Simmerlach, Stresweg und Irschen.
Die Pfarre Liebenfels lädt um 18 Uhr zu einem Konzert mit dem Jugendorchester Liebenfels und Geschichten zum Thema „Mut“ in das Seelsorgezentrum ein. In der Pfarrkirche Friedlach findet um 18.30 Uhr ein Gespräch mit Pfarrer Robert Wurzer zum Thema „Mut der Auferstehung - Maria von Magdala“ statt.
Nicht alltägliche Einblicke (Auswahl).
Einige Orte gewähren im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ auch heuer wieder nicht alltägliche Einblicke hinter (oft) verschlossene Türen und rücken vermeintlich Altbekanntes in neues Licht. So öffnet zum Beispiel das Domkapitelhaus in der Pernhartgasse in Klagenfurt seine Türen. Dompropst Dr. Engelbert Guggenberger spricht um 18 Uhr zum Thema „Klösterreiche Heimat. Kärntner Stifte im Mittelalter". Außerdem bringt Dompropst Guggenberger gemeinsam mit den Musikern Lorenz und Peter Pichler originale Oberkrainer-Musik von Slavko Avsenik zur Aufführung.
Der Konvent der Elisabethinen öffnet von 18 bis 23 Uhr nicht nur Kirche und Krypta, sondern auch das Kunsthaus „Marianna“ mit dem Nachlass der Erzherzogin Maria Anna von Habsburg.
Die sonst nicht öffentlich zugängliche Lobisser-Kapelle im Marianum in Klagenfurt kann um 19.45 Uhr im Rahmen einer Führung mit Ernst L. Bauer (INTEMPO) besichtigt werden.
Musik, Literatur und Kunst (Auswahl).
In der Pfarrkirche Villach-Heiligenkreuz bringt das Ensemble „Ambidravi Vocal“ mit Musikern der kelagBIGband um 19.30 Uhr „The Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger zur Aufführung.
Die „Friedensmesse“ von Lorenz Maierhofer sowie Marienlieder stehen im Mittelpunkt eines Konzertes in der Pfarrkirche Stall im Mölltal um 20 Uhr. Ausführende sind die Singgemeinschaft Stall (Leitung Josef Zenz), Franz Golger an der Orgel sowie das Harmonika-Duo Silvia und Hannes.
Zu einem „meditativ-spirituellen Kunstgenuss für Auge und Ohr“ lädt die Pfarre Kreuth bei Bad Bleiberg ein. Schauspielerin Katharina Schmölzer liest Texte aus Rainer Maria Rilkes Zyklus „Das Marien-Leben“. Der Frauenchor Cantissimo (Pfarre Saak) begleitet den Abend mit einfühlsamen Liedern. Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten verbinden Wort, Musik und Bild zu einem stimmungsvollen Gesamterlebnis.
Das „Jedermann - Figurentheater für Erwachsene“ von Andreas Ulbrich können Interessierte um 20 Uhr in der evangelischen Kirche Bad Bleiberg erleben.
Unter dem Motto „Es tickt die Zeit. Das Jahr dreht sich im Kreise“ (Erich Kästner) laden die Pfarre Markt Griffen und der Literaturkreis Griffen um 19 Uhr zu einer Lesung mit musikalischer Begleitung durch das Carinthia Saxophon Quartett ein.
Im Rahmen der „Jauntaler Klangwolke“ können Interessierte in Völkermarkt mit dem Bummelzug von Kirche zu Kirche fahren und in der evangelischen Christuskirche, der Pfarrkirche St. Ruprecht bei Völkermarkt, der Bürgerspitalskapelle Völkermarkt und der Stadtpfarrkirche Völkermarkt mehrere Konzerte genießen.
Die Villacher Stadthauptpfarre St. Jakob lädt um 20.30 Uhr zur Gesprächsrunde bei Feuerschein im Pfarrgarten ein. Das Thema des Abends lautet „ÜBER-Frau Maria: AVE Maria: Zwischen idealisierter Projektion und realem Vorbild: eine katholische SINN-SUCHE nach der neuen EVA“.
Zwei Veranstaltungen widmen sich im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ anlässlich des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann dem Werk der Kärntner Autorin. In der Pfarrkirche Sachsenburg findet um 19.30 Uhr eine Lesung mit Wilfried Leo Kuß statt. Musikalisch begleitet wird der Abend von Martina Schellander-Kurath und dem Gemischten Chor Mühldorf.
„Bachmann que(e)r gelesen“ lautet das Motto um 19 Uhr in der evangelischen Johanneskirche in Klagenfurt, der Taufkirche Bachmanns. Am Programm stehen Texte von Ingeborg Bachmann und Musik von queeren Komponistinnen und Komponisten.
Mag. Iris Binder, Projektkoordinatorin der „Langen Nacht der Kirchen“ in Kärnten, verweist auf die Bedeutung dieser Initiative: „Die Lange Nacht der Kirchen will Mut machen, einander neu zu begegnen und Kirchenräume offen, lebendig und einladend zu erleben. Dass sich über 100 Kirchen beteiligen, zeigt, wie groß die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Inspiration und offenen Türen für alle Menschen ist“, so Binder.
Diözesanbischof Dr. Josef Marketz betont unter Bezugnahmen auf das Motto der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“ die kraftvolle Dimension von Mut. „Mut verbindet Menschen und lässt Hoffnung wachsen“, so der Kärntner Bischof. In einer Zeit, die von Herausforderungen geprägt sei, lade die „Lange Nacht der Kirchen“ dazu ein, Gemeinschaft zu erleben, innezuhalten und neue Zuversicht zu schöpfen. „Unsere Kirchen werden zu Orten der Begegnung, der Kultur und des Glaubens. Liturgie und Musik, Kunst und Stille, Gespräch und gemeinsames Feiern schaffen einen Raum, in dem Mut wachsen kann – Mut zum Glauben, Mut zur Hoffnung und Mut zum Miteinander“, so Bischof Marketz.
Für Superintendentin Mag. Andrea Mattioli ist die „Lange Nacht der Kirchen“ eine gute Gelegenheit, „bekannte Orte neu zu entdecken, ansonsten verborgene Orte geöffnet zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu singen, zu feiern, aber auch in die Stille zu gehen“. Unter Bezugnahme auf das diesjährige Motto lädt Superintendentin Mattioli dazu ein, „mutig aufeinander zuzugehen und mit Gott und der Welt ins Gespräch zu kommen, um dann ermutigt durch diese Nacht in einen neuen Tag zu gehen“. Es brauche „Mut zu Veränderungen und zur Erhaltung alter Traditionen und Werte, Mut, alte Gewohnheiten zu überdenken und Neues zu beginnen“. Die „Lange Nacht der Kirchen“ biete daher nicht nur einen anderen Blick auf Vertrautes, „sondern auch neue Begegnungen und die Möglichkeit zu Aufbrüchen“, so die Superintendentin.
Landesdirektor Mag. Ferdinand Bucher von der Wiener Städtischen Versicherung Kärnten/Osttirol bezeichnet Kirchen als „Orte der Begegnung, des Glaubens und der kulturellen Vielfalt, die dazu einladen, innezuhalten, Gemeinschaft zu erleben und sich mit Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen“. Die „Lange Nacht der Kirchen“ mache diese besondere Dimension auf eindrucksvolle Weise sichtbar. „Mit ihrem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm öffnet sie Räume, die sonst oft im Verborgenen bleiben, und begeistert Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher“, so Bucher.
Für Vorstandsdirektor Michael Koren von der Kärntner Sparkasse bietet die „Lange Nacht der Kirchen“ ein breit gefächertes Programm "für Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichsten Lebenshintergründen". Dieses eröffne die Möglichkeit, "sich mit persönlichen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen und ein respektvolles, offenes Miteinander zu reflektieren".
STW-Vorstand DI Erwin Smole bezeichnet die „Lange Nacht der Kirchen“ als Initiative, „die das gesellschaftliche Miteinander fördert und stärkt“. Die „Lange Nacht der Kirchen“ schaffe „in einer Zeit, die oft von Tempo und Herausforderungen geprägt ist, Orte der Besinnung, der Offen- und Verbundenheit“.