19. März, Hochfest des hl. Josef: Gottesdienste in Kärntner Pfarren zu Ehren des Kärntner Landespatrons und Schutzpatrons der Katholischen Kirche
Klagenfurt, 16. 3. 26 (pgk). Am 19. März feiert die Katholische Kirche ihren Schutzpatron, den hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria und Ziehvater Jesu. In Kärnten wird der hl. Josef – ebenso wie in der Steiermark, in Tirol und Vorarlberg – auch als Landespatron verehrt. In der Diözese Gurk sind drei Pfarr- und neun Filialkirchen sowie mehrere Kapellen dem hl. Josef geweiht. Die Pfarrkirchen in Klagenfurt-St. Josef/Siebenhügel, Villach-St. Josef und St. Josef am Ossiachersee tragen ebenso das Patrozinium des Kärntner Landespatrons wie die Filialkirchen Alt-St. Josef am Ossiachersee, Feld am See (Pfarre St. Peter ob Radenthein), Josefsberg (Pfarre St. Paul/Lav.), Dollich (Pfarre Ferlach/Borovlje), Steinwand (Pfarre Stall im Mölltal), Raut (Pfarre Maria Luggau), Twimberg (Pfarre Schiefling im Lavanttal), Tscheltsch (Pfarre Liesing) und die Seminarkirche Tanzenberg (hl. Florian und hl. Josef).
In einigen Kärntner Pfarren (siehe Auswahl) werden am Josefitag, dem 19. März, Gottesdienste zu Ehren des Kärntner Landespatrons gefeiert: Generalvikar Kan. Dr. Johann Sedlmaier, Pfarrer in St. Martin am Techelsberg, feiert um 10 Uhr eine hl. Messe in der Wallfahrtskapelle St. Josef im Forst (bei Schlechtwetter in der Pfarrkirche St. Martin). Die Pfarre St. Josef am Ossiachersee begeht die Feier des Pfarrpatroziniums mit einer ökumenischen Vesper um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef und anschließender Prozession zur ehemaligen Pfarr- und nunmehrigen Filialkirche Alt-St. Josef, wo ein Festgottesdienst mit Militärdekan i. R. Msgr. Dr. Remo Leonhard Longin um 18 Uhr den Abschluss bildet. Die Stadtpfarre Villach-St. Josef feiert ihr Patrozinium um 18.30 Uhr mit einer hl. Messe in der Stadtpfarrkirche.
Weitere Gottesdienste zu Ehren des Kärntner Landespatrons werden am Josefitag u. a. in
Gurk (8 Uhr), St. Leonhard/Lavanttal (St. Kunigund, 8.30 Uhr), St. Martin am Ponfeld (8.30 Uhr), Kirchbach (8.30 Uhr), Gurnitz (8.30 Uhr), Friedlach (9 Uhr), Obermillstatt (9 Uhr), Reichenfels (9 Uhr), Stall (Filialkirche Steinwand, 9 Uhr), Nöring (9 Uhr), Wolfsberg (9 Uhr), Prebl (10 Uhr), Schiefling im Lavanttal (10 Uhr), Gemmersdorf in Maria Rojach (10 Uhr), St. Paul im Lavanttal (Wallfahrtskirche am Josefsberg, 11 Uhr), Maria Luggau (Filialkirche Raut, 14 Uhr), St. Martin am Silberberg (14 Uhr), Glödnitz (16.30 Uhr), Rosegg/Rožek (17 Uhr), Altersberg (18 Uhr), Arnoldstein (18 Uhr), Gnesau (18 Uhr), Maria Saal (Kapelle im Marienhof, 18 Uhr), Preitenegg (18 Uhr), Ebenthal (18.30 Uhr), Ferlach/Borovlje (Filialkirche Dollich, 18.30), Maria Dornach in Sagritz (18.30 Uhr), Obermühlbach (18.30 Uhr) und Pisweg (19 Uhr) gefeiert.
Josef von Nazareth, der Bräutigam der Gottesmutter Maria und Ziehvater Jesu, wurde zunächst in der Heiligenverehrung wenig beachtet, zählt jedoch seit dem 19. Jahrhundert als besonders populäre Heiligengestalt. In der christlichen Tradition wird er als „Zimmermann“ bezeichnet. Die Verehrung des hl. Josef lässt sich in der Ostkirche früher nachweisen als im Abendland, wo die früheste Erwähnung seines Festes am 19. März im Martyrologium von Reichenau um 850 aufscheint – als Gedenktag wahrscheinlich festgelegt in der Absicht, das Fest der Minerva, der römischen Göttin der Handwerker, zu ersetzen. Papst Sixtus IV., während dessen Amtszeit die nach ihm benannte „Sixtinische Kapelle“ errichtet wurde, erklärte 1479 den 19. März zum offiziellen Festtag des Heiligen.
Papst Pius IX. ernannte Josef im Jahr 1870 zum Schutzpatron der Katholischen Kirche. Von Papst Johannes XXIII. wurde der hl. Josef neben der Gottesmutter Maria zum besonderen Schutzpatron des Zweiten Vatikanischen Konzils bestimmt und seine Anrufung in das Erste Hochgebet aufgenommen. 2013 verfügte Papst Franziskus die Hinzufügung des hl. Josef auch für die Hochgebete II bis IV in der dritten Auflage des Römischen Messbuchs.
Am 8. Dezember 2020 hat Papst Franziskus anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums von Josef als Patron der Katholischen Kirche mit dem Päpstlichen Schreiben „Patris corde“ („Mit dem Herzen eines Vaters“) ein weltweites „Jahr des hl. Josef“ ausgerufen, welches bis 8. Dezember 2021 andauerte. Außerdem wurde die traditionelle Gebetslitanei der Katholischen Kirche in diesem Zusammenhang unter anderem um die Anrufungen „Patron der Flüchtlinge“, „Patron der Leidenden“ und „Patron der Armen“ erweitert.
Dargestellt wird der hl. Josef meist mit Zimmermannswerkzeug, das Christuskind tragend, mit weißen Lilien als Symbol für Keuschheit bzw. Reinheit, bei der Geburt Jesu im Stall, auf der Flucht nach Ägypten sowie sterbend in den Armen Jesu und Mariens.