15. März, „Laetere-Sonntag“: Radioübertragung des zweisprachigen Gottesdienstes aus der Pfarre Bleiburg/Pliberk
Klagenfurt, 10. 3. 26 (pgk). Am vierten Fastensonntag, dem 15. März, überträgt der ORF von 10 bis 11 Uhr österreichweit im Programm der Regionalradios Ö2 den zweisprachigen Gottesdienst aus der Pfarre Bleiburg/Pliberk. Msgr. Mag. Ivan Olip, Stadtpfarrer in Bleiburg/Pliberk, Provisor in Rinkenberg/Vogrče, Pfarrmoderator in Schwabegg/Žvabek und Neuhaus/Suha sowie Dechant des Dekanates Bleiburg/Pliberk, wird die hl. Messe am sogenannten „Laetare“-Sonntag (lat. „laetare!“ = Freue dich!) feiern. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom gemeinsamen zweisprachigen Kirchenchor/Cerkveni zbor der Pfarre Bleiburg/Pliberk (Leitung und Organistin: Špela Mastek-Mori).
Für Dechant Olip ist der Radiogottesdienst „eine gute Gelegenheit, die Pfarre Bleiburg/Pliberk als größte zweisprachige Pfarre Kärntens in ihrer Vielfalt zu präsentieren“. Die deutsche und die slowenische Volksgruppe seien, so Dechant Olip, „seit jeher in der Pfarre Bleiburg/Pliberk sehr stark verwurzelt, miteinander verwachsen und verbunden“. Der Radiogottesdienst wolle nicht nur das gute Miteinander der beiden Kulturen und Sprachen widerspiegeln, sondern auch „einen authentischen Eindruck in die Vielfalt kirchlichen Lebens der Pfarre geben“. Bezugnehmend auf das Tagesevangelium von der Heilung des Blindgeborenen (Joh 9,1) werde er, so Dechant Olip, in seiner Predigt auch dazu einladen, „die verbleibende Fastenzeit dazu zu nutzen, den eigenen Lebensstil kritisch zu hinterfragen und bewusst zu leben und zu glauben“.
Die Stadtpfarrkirche Bleiburg, 1241 erstmals urkundlich erwähnt, ist den Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht. Die Kirche ist ein großer spätgotischer Bau mit einem nördlichen Seitenschiff und einem markanten Kirchturm mit Zwillingsfenstern und Zwiebelhelm an der Chorsüdseite. An der Westfassade wurde im 19. Jh. ein neugotischer Arkadenvorbau angebaut. Der barocke Hochaltar stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Mittelnische birgt eine Herz-Jesu-Statue aus dem 19. Jahrhundert. Seitlich über den Opfergangsportalen stehen die Figuren der Kirchenpatrone. Der Marienaltar und die Kanzel stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der neugotische Antonius-Altar im nördlichen Seitenchor wurde 1907 geschaffen.
Besonders erwähnenswert sind außerdem die sechs „Hemma-Fenster“ vom Kärntner Künstler Karl Vouk sowie der Volksaltar nach einem Entwurf der Künstlerin Maria Siencnik aus Sölker Marmor, der 2008 geweiht wurde. Anlässlich der Europaausstellung 2009 wurden der gesamte Kirchenplatz sowie der Kirchenvorplatz neu gestaltet und gepflastert sowie ein „Garten der Religionen“ errichtet.