Mariä Himmelfahrt:Festgottesdienst mit Bischof Schwarz in Maria Luggau
Kräutersegnungen in Kärntner Pfarren – Schiffsprozession am Wörthersee

Klagenfurt, 13. 8. 2013 (pgk). Am Donnerstag, dem 15. August, feiert die Katholische Kirche ihr höchstes Marienfest, das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, volkstümlich „Mariä Himmelfahrt“ genannt. Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz wird anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Wallfahrt Maria Luggau“ am Hochfest Mariä Himmelfahrt in der Basilika Maria Luggau um 9.30 Uhr das Pontifikalamt zelebrieren. Anschließend folgt die Festprozession auf den Kirchplatz, wo die Trachtenkapelle Maria Luggau ein Konzert gibt. Um 14 Uhr wird anlässlich des Jubiläums das Weihespiel über die Geschichte der Wallfahrt im Innenhof des Klosters Maria Luggau aufgeführt. Bereits morgen Mittwoch, dem 14. August, findet in Maria Luggau im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten um 19 Uhr in der Basilika ein Lesachtaler Mariensingen mit verbindenden Worten von Bischof Schwarz statt. Anschließend wird der Kärtner Bischof das Jubiläumskleid für das Gnadenbild und die Kräuter segnen. Mitwirkende beim Mariensingen sind die Klarinettenmusik Lexer, das Bläserquartett der Bauernkapelle Birnbaum, der Lesachtaler StreichXang, das Männerquintett St. Lorenzen, der Kirchenchor Maria Luggau sowie Solisten.
Traditionelle Schiffsprozession auf dem Wörthersee.
Am Abend des Hochfestes „Mariä Himmelfahrt“ wird Bischof Schwarz die bereits traditionelle Marien-Schiffsprozession auf dem Wörthersee, zu der auch heuer wieder tausende Besucher erwartet werden, leiten. Festprediger ist der Propst der Stiftes Herzogenburg/NÖ, Prälat Kons. Rat Mag. Maximilian Fürnsinn. Bereits ab 18 Uhr stimmt die Stadtkapelle Klagenfurt die Besucher musikalisch auf die Prozession ein. Einlass auf die Schiffe „Velden“, „Klagenfurt“ und „Kärnten“ bei der Schiffsanlegestelle Klagenfurt ist ab 19.15 Uhr. Nach der offiziellen Eröffnung der Schiffsprozession durch den Pfarrer von Klagenfurt-Siebenhügel, Pater Franz Kos, und der Segnung der Schiffe durch Bischof Schwarz werden die verschiedenen Haltestellen der Prozession angefahren: Krumpendorf (20.10 Uhr), Pörtschach (21 Uhr), Velden (21.55 Uhr) und Maria Wörth (22.55 Uhr). Bei den Anlegestellen wird auch in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten. So wird in Krumpendorf eine Andacht mit Kräutersegnung gehalten, in Pörtschach gibt es zum Empfang der Schiffe ein „Fest der 1000 Lichter“ sowie ein Konzert der Musikkapelle Arnoldstein und in Velden gibt es ein Konzert des Blasorchesters „Manges“ aus Slowenien vor dem Schlosshotel. In Maria Wörth erfolgt mit der Erneuerung der Weihe an die Gottesmutter durch Bischof Schwarz und abschließendem Feuerwerk der Höhepunkt der Schiffsprozession. Die Rückkehr nach Klagenfurt ist für 23.50 Uhr geplant.
Kräutersegnung am Fest „Mariä Himmelfahrt“.
Der alte Brauch der Kräutersegnungen wird am Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ in vielen Kärntner Pfarren während bzw. im Anschluss an die hl. Messe gepflogen. In der Klagenfurter Domkirche wird Dompfarrer Kons. Rat Dr. Peter Allmaier um 10 Uhr die hl. Messe zelebrieren. Musikalisch mitgestaltet wird die hl. Messe zum Abschluss des Festivals „Musica Sacra 2013“ von Solisten, Domchor und -orchester der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller mit der „Großen Orgelsolomesse“ von Franz Joseph Haydn.
Im Dom zu Gurk wird Stiftspfarrer Msgr. Kan. Mag. Gerhard Christoph Kalidz anlässlich des Hochfestest Mariä Himmelfahrt um 10 Uhr die hl. Messe mit Kräutersegnung im Rahmen der Trachtenwallfahrt der Bänderhutfrauen Gurk feiern. Musikalisch mitgestaltet wird die hl. Messe vom Stiftschor Gurk (Leitung: Ingrid Klogger).
Feierliche hl. Messen mit Kräutersegnungen werden unter anderem auch in der Stiftskirche Viktring (10 Uhr), in Maria Saal (8.30 Uhr und 10 Uhr), Maria Landskron (9 Uhr), Herz-Jesu-Welzenegg (10 Uhr), Wolfsberg (10.15 Uhr), St. Michael bei Wolfsberg (9 Uhr), Reichenfels (9 Uhr), St. Marein (9 Uhr), Feldkirchen (10 Uhr), St. Veit/Glan – Klosterkirche (10.30 Uhr), Maria Rain (9.45 Uhr), in der Filialkirche Wollanig der Villacher Stadtpfarre St. Nikolai (15 Uhr), St. Andrä/Lavanttal (9 Uhr) sowie in vielen weiteren Kärntner Pfarren gefeiert.
Der Brauch der Kräutersegnung ist seit dem 10. Jahrhundert überliefert. Entwickelt hat sich der Brauch der Kräutersegnung aus verschiedenen Legenden rund um die Gottesmutter. Nach einer dieser Legenden soll aus dem Grab Mariens, im Augenblick ihrer Aufnahme in den Himmel, ein köstlicher Duft von Blumen und Kräutern entstiegen sein. Die symbolische, in der Liturgie übliche Bezeichnung der Gottesmutter als „Blume des Feldes und Lilie der Täler“, trug sicherlich dazu bei, dass dieses Hochfest am 15. August gefeiert wird. Dass im Sommermonat August viele Kräuter und Blumen erst zur Reife gelangen, mag zu der Festlegung der Kräutersegnung auf genau dieses Datum beigetragen haben.
Geschichte des Festes „Mariä Himmelfahrt“.
Bereits seit Mitte des 5. Jahrhunderts ist für den 15. August die Feier eines Marienfestes bezeugt. Dieser vormals allgemein gehaltene Feiertag, der als „Tag der Gottesmutter Maria“ bezeichnet wurde, entwickelte sich im Laufe der Zeit zur Feier der Aufnahme Mariens in den Himmel, volkstümlich auch „Mariä Himmelfahrt“ genannt. 1950 erklärte Papst Pius XII. die „leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel“ zum Dogma. Dadurch soll auch auf die Ganzheitlichkeit des Menschen, der aus Leib und Seele besteht, hingewiesen werden.