60 Jahre Katholischer Familienverband Kärnten
Bischof Schwarz würdigt „engagierten und entschlossenen Einsatz für Familie und Ehe“

Klagenfurt, 16. 5. 14 (pgk). Die große Bedeutung von Familie und Ehe für Kirche, Gesellschaft und Staat stellte Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz bei der hl. Messe anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Katholischer Familienverband (KFV) Kärnten“ sowie in seinem Grußwort beim anschließenden Festakt im Kärntner Landhaus in den Mittelpunkt. Der Kärntner Bischof dankte dem KFV für dessen „entschlossenen und engagierten Einsatz für die grundlegende und bleibende Bedeutung der Familie und der Ehe“ und betonte, dass dieses Engagement für eine zukunftsfähige Gesellschaft und für ein respektvolles Miteinander der Generationen unverzichtbar sei. Seit der Gründung des KFV und besonders seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil habe, so Bischof Schwarz, „innerhalb der Kirche das Bewusstsein für die besondere Bedeutung und Wertschätzung der Familie und Ehe weiter zugenommen“. Dies komme auch in der „unablässigen Sorge, Verantwortung und Ermutigung zum Ausdruck, sich in Gesellschaft und Staat, Kultur und Politik für den Schutz, die Förderung und auch die gesellschaftliche und politische Unverfügbarkeit und Einzigartigkeit der Familie und Ehe einzusetzen“. Die weltweite Umfrage des Vatikan zu Ehe und Familie und die Tatsache, dass Papst Franziskus für Oktober eine Sonderbischofssynode zu diesem Thema einberufen habe, zeuge von der besonderen Aktualität dieses Themas. Unter Zitierung von Papst Franziskus bezeichnete Bischof Schwarz Familie als „grundlegende Zelle der Gesellschaft und den Ort, wo man lernt, in der Verschiedenheit zusammenzuleben“. In diesem Zusammenhang verwies der Kärntner Bischof auch auf die Bedeutung der Familie, „wenn es darum geht, den Glauben weiterzugeben, Werte zu vermitteln und Vorbilder zu sein“. Er sei dankbar, so Bischof Schwarz, dass es in der Diözese Gurk zahlreiche Einrichtungen und Menschen gibt, die, wie der KFV, den Familien zur Seite stehen und „mutig, unbestechlich und mit liebevoll-entschlossenem Engagement für die Familie und somit für eine zukunftsfähige Gesellschaft eintreten“.
Der österreichische Theologe Prof. DDDr. Clemens Sedmak, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg, sprach in seinem Festvortrag zum Thema „Was kommt, wenn Familie geht?“ über Familien zwischen christlicher Lehre und gelebter Wirklichkeit. Dabei bezeichnete er die Familie als „wichtigen Ort der Liebe und des Vielklangs“.
Mag. Andreas Henckel von Donnersmarck, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes Kärnten, und Gudrun Kattnig, Geschäftsführerin des KVF, verwiesen in ihren Statements auf das wichtige Anliegen des KFV. „Der Katholische Familienverband ist ein wichtiger Mahner, scheut nicht die schwierige Debatte und verleiht denen, deren wichtige Arbeit oft im Stillen geschieht, eine Stimme“, so Henckel-Donnersmarck und Kattnig.