Das Wesentliche sehen wir nur mit den Augen des Herzens
Andacht für Verwaiste Eltern

Als katholische Kirche feiern wir vom 12.-29. Mai zum 3. Mal die österreichweit ausgerichtete "Woche für das Leben". An vielen wertvollen Angeboten können auch in unserer Diözese während dieser Woche Familien mit unterschiedlichen Lebensformen und Lebensherausforderungen teilnehmen.
Eltern, die ein Kind verloren haben, (ge)denken in der Pfarre St. Hemma in Klagenfurt ihrer verstorbenen Kinder.
Eingeladen waren Familien, die ein Kind betrauern. Familien, die in unserer Gesellschaft vielleicht nicht mehr als Familie wahr genommen werden, weil das einzige Kind gestorben ist.
Ich möchte Sie einwenig Teil haben lassen und Ihnen die Gedanken von Diakon Peter Kopeinig nach der Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther : 2 Kor 5, 1.6-10 wieder geben.
In dieser Bibelstelle zeigt uns der Apostel Paulus auf, dass wir als Wanderer auf dieser Erde sind. Er spricht von einem irdischen Zelt welches wir hier auf Erden haben. Es ist also nicht dauerhaftes, schon gar nichts stabiles. Wir sind aber auf dem Weg, zu einem Heim das Gott uns im Himmel errichtet hat.
Paulus sagt uns auch, wie wir unterwegs sind, nämlich als Glaubende und nicht als Schauende. Wir meinen zwar, in unserer empirischen Welt ist alles messbar, erklärbar, umsetzbar. Doch manchmal, wenn wir uns in der Natur umsehen, stehen wir staunend vor den kleinen Wundern dieser Schöpfung. Oder betrachten wir die unfassbaren Dimensionen des Universums. Da sind wir auch staunend Glaubende und nicht begreifend Schauende.
Wie besagt eine Weisheit doch so treffend: Das Wesentliche sehen wir nur mit den Augen des Herzens. Wahrscheinlich stellen sich für uns immer mehr Fragen als Antworten. Gerade heute, in dieser Gedenkstunde an unsere verstorbenen Kinder, stellen sich fordernd die Fragen: Warum gerade mein Kind, wieso schon jetzt …. Wir dürfen diese Fragen zulassen, aber forschen wir nicht nach Antworten, die uns niemand geben kann. Leben wir die Fragen und vielleicht leben wir dann allmählich, ohne es zu merken, eines Tages in die Antwort hinein.............
Die Andacht wurde von Diakon Peter Kopeinig, PAss und KH-Seelsorgerin Christine Görtschacher und Astrid Panger gestaltet. Die musikalische Begleitung übernahm PAss Christina Friessnegg. Im Anschluss der Andacht lud der Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Hemma zur Agape ein.