Große Trauer um Stadtpfarrer i. R. Engelbert Hofer (1943–2026)
„Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich.“
(Joh 10,14)
In tiefer Trauer, zugleich aber in unerschütterlicher Hoffnung und festem Glauben an die Auferstehung, geben wir bekannt, dass Mag. Engelbert Hofer, ehemaliger Stadtpfarrer von Wolfsberg und treuer Wegbegleiter vieler, am heutigen Tage, versehen mit den heiligen Sakramenten, im Alter von 82 Jahren – davon fast 59 Jahre im priesterlichen Dienst – in das Haus des himmlischen Vaters heimgekehrt ist.
Sein segensreiches und beeindruckendes Wirken in unserer Stadt hat viele Menschen berührt und im Glauben gestärkt.
„Ein Pilger der Hoffnung ist von uns gegangen“, sagt sein Nachfolger, Stadtpfarrer Dr. Christoph Kranicki. „Engelbert Hofer war ein außergewöhnlicher Mensch mit Charisma und innerer Strahlkraft. Er hat vielen Menschen ein Stück des Himmels auf Erden geschenkt und die Güte und Liebe Gottes mit seinem Leben bezeugt. In seiner Bescheidenheit und mit dem Blick auf das Wesentliche war er ein Brückenbauer, der stets das Verbindende suchte und förderte. Für viele bleibt er ein leuchtendes Vorbild – als Mensch und Priester.“
Die näheren Informationen zur liturgischen Abschiednahme in Wolfsberg sowie zum Begräbnis in Obermillstatt werden in Kürze bekannt gegeben.
Wir bitten um das Gebet für ihn:
Herr, gib Engelbert Hofer die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihm.
Herr, lass ihn ruhen in Frieden. Amen.
⸻
Zur Person:
Mag. Engelbert Hofer, 1943 in Obermillstatt geboren, maturierte 1962 am Gymnasium in Tanzenberg und absolvierte anschließend das Theologiestudium in Klagenfurt. 1967 wurde er in Klagenfurt zum Priester geweiht.
Von 1968 bis 1973 war Hofer Studienpräfekt im Marianum Tanzenberg. Anschließend wirkte er von 1973 bis 1982 als Kaplan in Wolfsberg sowie als Gebietsjugendseelsorger für das Lavanttal. Von 1982 bis 2004 war Hofer Pfarrer von Feldkirchen. Außerdem war er für die Pfarren Radweg (1984–2004), St. Ulrich bei Feldkirchen (1989–2004) und Tiffen (2001–2004) verantwortlich. Von 1990 bis 2004 war Hofer zudem Dechant des Dekanats Feldkirchen.
Von 2004 bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2018 war Hofer Stadtpfarrer von Wolfsberg. Von 2010 bis 2018 war er auch Provisor der Pfarre St. Margarethen bei Wolfsberg und von 2012 bis 2018 zusätzlich Dechant des Dekanats Wolfsberg.
Hofer ist Autor mehrerer Bücher: 2019 erschien „Dein Engel steht, das weißt du schon, im Himmel nah vor Gottes Thron“, in dem Faschingshirtenworte, die Hofer als „Hirte Engelbert“ für seine Pfarrblätter und die Kärntner Kirchenzeitung verfasst hat, sowie seine „Morgengedanken“ im ORF veröffentlicht wurden. In dem 2021 erschienenen Buch „Pilgern in Kärnten“ schildert Pfarrer Hofer sehr persönlich Begegnungen und Begebenheiten auf seinen zahlreichen Pilgerwanderungen.
Kärntenweit bekannt wurde Pfarrer Hofer auch durch mehr als 300 von ihm geleitete Glaubensseminare.
1980 wurde Hofer für seinen Einsatz für Flüchtlinge mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Im Rahmen eines Festgottesdienstes anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums im Jahr 2017 verlieh Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz Dechant Engelbert Hofer den Wappenring der Stadt Wolfsberg.