Pfarre

Villach-St. Leonhard

Gemeinsame OSTER - Feierlichkeiten der Pfarren St. Leonhard und Maria Landskron

Von der Auferstehung erzählen heißt von einem Loch in der Wirklichkeit erzählen...

Am Gründonnerstag gab es in Maria Landskron die gemeinsame Abendmahlfeier mit Fußwaschung und anschließender Ölbergandacht und am Karfreitag feierten wir in St. Leonhard die gemeinsame Karfreitagsliturgie mit feierlicher Kreuzverehrung.

Bei den Speisesegnungen am Karsamstag wurden die zahlreichen Osterkörbe in St. Leonhard durch unseren Diakon Gerhard Gfreiner und in Vassach von unserem Pfarrer Johannes Biedermann gesegnet.

Die Auferstehungsfeier am Ostersonntag um 5 Uhr in der Früh...
Vor der Kirche wurde das Feuer gesegnet und die Osterkerze entzündet.
Im Schein der Osterkerze zogen wir in die Kirche ein und auch unsere Kerzen wurden nach und nach entzündeten. Im Kerzenlicht lauschten wir den Lesungen - bis zum GLORIA die Kirche bei frohem Glockengeläut wieder hell erstrahlte.

HALLELUJA
JESUS LEBT!
ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!


Zusammenfassung der Auferstehungspredigt von Alexandra Gfreiner:
HOFFNUNG
Der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe scheint sich auszudehnen: die trauernden Frauen kommen, wo es nichts zu sehen gibt als einen Rollstein vor dem Felsengrab, und die Soldaten, die das alles überhaupt nichts angeht, stellen sicher, dass nichts passiert.
Und dann passiert etwas.
Die Erde bebt, der Stein wird weggerollt vom blitzenden Engel: Gott greift ein und offenbart sich. Das Grab ist nicht mehr verschlossen, da ist ein Loch.
Da ist ein Loch in der Wirklichkeit, wo eigentlich ein massiver Stein sein sollte. Und dieses Loch es erlaubt mir, weiter zu denken, weiter zu schauen: nämlich Hoffnung zu haben. Hoffnung ist leise. Sie lebt von der Spannung: dem Verhaftet sein in einer krisenhaften Situation und gleichzeitig dem Ausdehnen in eine Zukunft die ich nicht kenne.
Deshalb braucht Hoffnung Mut. Mut, weiter zu schauen, weiter zu gehen, weiter zu denken.
In der menschlichen Hoffnung kann der Keim liegen für die „echte“ (die noch nicht einmal christlich sein muss) Hoffnung.
Wenn diese Alltagshoffnung (den gekreuzigten, toten Leichnam Jesu zu finden) zugrunde geht, kann „echte“ Hoffnung entstehen. Und sie zielt nicht auf etwas der Welt Zugehöriges. Sie fragt nicht, ob dies oder jenes aus der Welt heraus auf mich zukommt und eintritt. In der Hoffnung also passiert etwas, das über unsere Welt hinaus geht und in Welt auf uns zu kommt und unverfügbar ist.
Die christliche Hoffnung auf Auferstehung bietet keinen Weg an, Not und Ausweglosigkeit, Leiden und Sterben theoretisch zu verstehen. Sie kann aber einen Weg eröffnen, diese zu bestehen. Weil christliche Hoffnung besagt: Gott kommt mir entgegen. Jesus kommt den Frauen entgegen und gibt ihnen den Auftrag, zu erzählen, was geschehen ist.
Von der Auferstehung erzählen heißt von einem Loch in der Wirklichkeit erzählen.

O S T E R N
Es war eine intensive Feier und es war eine grandiose Feier.
Vor allem aber war spürbar, was Gemeinschaft kann. Wie viele Hände (und dazugehörige Leute), oft ungesehen beitragen, jede/r erledigt wie selbstverständlich ihren und seinen Teil. Die Kirche ist makellos sauber, der Blumenschmuck duftig und duftend, die Musik unterstreicht, was die Seele empfindet, die Ministrant:innen (in der Osternacht 10!!!!) wissen genau, was zu tun ist... Das ist nicht nur äußerliches Tun, sondern Ausdruck innerer Überzeugung und gelebten Glaubens.

Familienmesse:
und Vormittags zu einer familienfreundlichen Zeit noch eine Familienmesse.
Patrizia und Antonia ministrierten und die Familienmusik Putz umrahmte sie musikalisch.
Im Anschluß wurden die Kinder zur Osternestsuche eingeladen...

PFARRER, DIAKON und der PGR
wünschen der Pfarrgemeinde GESEGNETE OSTERN!

Der Einladung am Ostermontag zum Emmausweg auf den Oswaldiberg sind sehr viel gefolgt und so konnten in großer Gemeinschaft den Gottesdienst feiern, der vom Chorensemble Villach feierlich umrahmt wurde.
Herr Martin Albl brachte uns auf den neuesten Stand über die Restaurierungsarbeiten in unserer Filialkirche am Oswaldiberg.
Bei der anschließenden Agape konnten bereits "restaurierte Kunstwerke" bewundert, der Ausblick genossen und nette Gespräche geführt werden.

DANKE an Alle für ihre wertvollen Dienste!

Alexandra Gfreiner und Dorli Eder