Pfarre

Spittal an der Drau

Das Wort zur Schrift (Mt 14, 22-33)

Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht! Mt 14, 22-33

Stadtpfarrer Dechant KR Mag. Ernst Windbichler<br />
Foto: Peter Rupitsch
Stadtpfarrer Dechant KR Mag. Ernst Windbichler
Foto: Peter Rupitsch

Jedes kirchliche Stundengebet beginnt wie ein Hilfeschrei: „O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile mir zu helfen!“. Er könnte direkt aus dem Mund des Petrus stammen, der den Blick auf den Herrn verliert und im Sturm zu sinken droht. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“- sagen Geschäftsleute zu Recht. Im Glauben und im Leben aber ist Vertrauen alles. Dass es da Gegenwind gibt und Angst, vergebliches Rudern und sich Abmühen, Scheitern und Zweifel, wer kennt das nicht. Auch der Wetterbericht der Kirche verspricht kein dauerndes Azorenhoch. Da gibt es Zeiten der Brotvermehrung (wie letzten Sonntag), dann aber auch Sturm und Gegenwind und leider auch Flaute, wo alles still steht. Dann vergessen wir oft nicht nur, dass wir alle im selben Boot sitzen, keine Einzelkämpfer sind, sondern dass der Herr selber uns bewahrt vor dem Untergang im Chaos. Die Hl. Theresa von Avila ermutigt uns in ihrem berühmten Gebet: „Nichts soll dich verwirren, nichts erschrecken, alles vergeht, Gott bleibt derselbe. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt!“.

Text: Dechant KR Mag. Ernst Windbichler - 9800 Spittal/Drau

Evangelium nach Matthäus – Mt 14, 22-33

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.

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Foto: PeRu 2026

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