Pfarre

Spittal an der Drau

Das Wort zur Schrift (Joh 17,11)

Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir

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Stadtpfarrer Dechant KR Mag. Ernst Windbichler
Foto: Peter Rupitsch

Jeder von uns kennt Situationen des Abschieds, und am Schluss deines Lebens, da kommt der große Abschied, alle anderen sind letztlich nur die Vorbereitung darauf. Der Evangelist Johannes lässt uns heute noch einmal einen Blick in das innere Zwiegespräch Jesu mit seinem Vater machen, lässt uns erleben, wie Jesus, wie ein guter Hausvater eine Hofübergabe macht
für die, die jetzt sein Werk weiterführen werden.
Es beginnt mit einer Rückschau in die Vergangenheit. Jesus legt einen Rechenschaftsbericht ab: nicht über Finanzen, nein, das Kapital, das Gott ihm anvertraut hat, das sind die Menschen, seine Begleiter, seine Freunde. Ich bin mir sicher, es ist ein guter Rechenschaftsbericht. Wie würde wohl unser Rechenschaftsbericht ausschauen, betreffend die Menschen, die Gott jedem von uns anvertraut hat?
Nach diesem Blick in die Vergangenheit schaut er in die Gegenwart: die Hinterbliebenen liegen ihm am Herz, aber er kann sein Werk getrost in ihre Hände legen. Und nun kommt der Blick in die Zukunft: Was erwartet ihn? Nichts Gutes. Aber er nennt seinen Tod die Stunde
der Herrlichkeit. So möchte ich gerne sprechen können, wenn es bei mir so weit ist.

Text: Dechant KR Mag. Ernst Windbichler - 9800 Spittal/Drau

Evangelium nach Johannes (Joh 17,11)

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

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