Erntedankfest in Damtschach mit Agape
13. September 2026 um 11 Uhr
Alle waren herzlich eingeladen zum Erntedankfest mit heiliger Messe. Anbei ein Auszug aus der Predigt vom Pfarrer em. Mag. Krzysztof Lasota;
"Erntedank ist ein Fest des Dankens. Und vielleicht fragen wir uns: Haben wir heute eigentlich noch Grund zu danken? Wir haben so vieles: genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, Menschen, die uns begleiten. Und doch schauen wir oft zuerst auf das, was uns fehlt. Erntedank lädt uns ein, die Perspektive zu ändern.
Ein Bauer kann fleißig arbeiten und sich bemühen – aber er kann die Sonne nicht hervorholen, er kann den Regen nicht bestellen und er kann das Leben eines kleinen Samenkorns nicht erschaffen. Letztlich bleibt die Ernte ein Geschenk, Gottes Geschenk!
So ist es auch mit unserem Leben. Wir können vieles planen und sehr gut organisieren. Aber das Wichtigste können wir uns nicht selbst geben: Das Leben und jeden neuen Morgen. Ich denke, es ist wichtig, sich daran zu erinnern.
Es gibt eine schöne Lebensweisheit:„Wer dankbar ist für das Kleine, dem wird das Große nicht fehlen.“
Ich denke dabei an einen älteren Menschen, den ich einmal kennengelernt habe. Er hatte nicht viel. Sein Leben war keineswegs einfach. Aber wenn man ihn fragte: „Wie geht es Ihnen?“, sagte er fast immer:„Ich habe heute wieder einen schönen Tag bekommen”. Nicht: Ich habe alles, was ich brauche. Sondern: „Ich habe einen Tag bekommen. Das hat mich sehr beeindruckt.
Denn vielleicht ist genau das die Kunst des Lebens: Nicht immer darauf zu schauen, was wir noch brauchen, sondern das zu erkennen, was uns geschenkt ist. Meine liebe Oma hat sehr oft wiederholt: "Es ist schön, Gutes zu sehen und es zu genießen".
Natürlich kennen auch wir Sorgen, Krankheiten, Enttäuschungen und Einsamkeit. Dankbarkeit bedeutet nicht, dass wir diese Dinge verdrängen müssen. Dankbarkeit bedeutet vielmehr: Trotz allem sehe ich noch das Gute.
Ja, die Früchte der Erde sind nicht nur ein Zeichen dafür, dass Gott uns beschenkt. Sie erinnern uns auch daran, dass wir selbst für andere zum Geschenk werden können.
Liebe Schwestern und Brüder, vielleicht nehmen wir heute diesen Gedanken mit: Wir haben nicht alles, was wir uns wünschen, aber wir haben vieles, wofür wir dankbar sein dürfen."
Nach der Messe bedankte sich der PGR-Obmann Gottfried Struckl bei allen Mitwirkenden für die Gestaltung und die Erntegaben. Musikalisch an der Orgel war Silvia Sereinig tätig, und als Ministranten halfen Magdalena, Lia-Marie und Patrik dem Herrn Pfarrer. Die Erntegaben wurden den Kirchenbesuchern zur Verfügung gestellt und zum Ausklang gab es eine Agape mit Kürbiscremesuppe, Frankfurter, Kaffee und Kuchen.