Pfarre

Heiligenblut

Fuscher - Pinzgauerwallfahrt

Fuscherwallfahrt

Es kommen einige Wallfahrten zu uns nach Heiligenblut, aber die Pinzgauerwallfahrt traditionell als die Fuscherwallfahrrt bekannt ist die größte Wallfahrt. Seit mindestens 475 Jahren pilgern die Pinzgauer nach Heiligenblut. In der Pfarrchronik von Stuhlfelden aus den Jahren 1544 bis 1563 finden sich Einträge über Ausgaben für eine Wallfahrts- und Opferkerze, die für Heiligenblut bestimmt war. Jeweils am 28. Juni, am Vortag des kirchlichen Festtages der Apostel Petrus und Paulus (Peter und Paul) bilgern jährlich Tausende Wallfahrer von Fusch im Salzlburgerland zu unserer Pfarrkirche in Heiligenblut.

Die Pinzgauer Wallfahrt geht der Überlieferung nach auf ein Gelöbnis gegen Ende des Mittelalters zurück, in dem die Wallfahrer Schutz vor der Pest und vor Wölfen erbaten.

Strecke:

Für die rund 35 km lange Strecke von Ferleiten in der Pinzgauer Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße nach Heiligenblut sind 1 300 Höhenmeter zum größten Teil auf der Großglockner Hochalpenstraße zu bewältigen. Für diese Distanz benötigen die Wallfahrer rund zehn Stunden. Dabei folgen sie uralten Wegen, die bereits schon vor 3 500 Jahren von keltischen Stämmen benutzt wurden. Von Ferleiten geht es zum Hochtortunnel und dann wieder hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.

Am Elendboden oberhalb der Fuscher Wegscheide erfolgt traditionell die Mittagsrast für die aus dem Pinzgau gehenden Wallfahrer. Eine Gedenktafel erinnert an die 37 Pilger die 1683 am Elendboden einem Schneesturm zum Opfer fielen.

Beim Südportal des Hochtor Tunnels treffen sich dann die beiden Wallfahrergruppe, die eine von Ferleiten kommend, die andere von Rauris aus dem Raurisertal kommend. Die Rauriser haben in der Früh um 07 Uhr eine Messe beim Rauriser Tauernhaus und wandern dann durch das Seidlwinkltal zum Hochtor hinauf.

Gemeinsam geht es dann auf Kärntner Seite Heiligenblut entgegen. Die letzte Messe wird vor Erreichen von Heiligenblut in der Kipperkapelle gehalten. Um 17 Uhr findet dann die Abschlussmesse in der Pfarrkirche Heiligenblut statt.

Die zwischen 4000 und 6000 Pilger, überwiegend aus dem Pinzgau, erbitten in Heiligenblut Schutz für Haus und Hof.

Veranstaltet wird die Wallfahrt vom Verein Pinzgauer Wallfahrt.