Pfarre

Straßburg

Erntedank und Lebens-Ernte

Propstpfarrer Hw. Johann Rossmann und Pfarrhaushälterin Sigrid Seiser gehen in den wohlverdienten Ruhestand

Am 26. Sonntag im Jahreskreis feierten Menschen aus allen vier Pfarren Straßburgs mit Abordnungen des Bürgerkorps, der Bänderhutfrauen und der Freiwilligen Feuerwehr Erntedank in der Pfarrkirche Straßburg Sankt Nikolaus. Danken durften wir dabei auch für zwei reiche Lebens-Ernten, in denen viel geschaffen, erlebt, ertragen und mutig durchgestanden wurde. Propstpfarrer Johann Rossmann und Pfarrhaushälterin Sigrid Seiser gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Konzelebrant beim feierlichen Dank-Gottesdienst war Hochwürden KR Franz Weißeisen. Festlich umrahmt wurde die Feier vom Kirchenchor Straßburg unter der Leitung von Karl Pöcher mit Aufführung der „Katschtaler Messe“. An der Orgel spielte Daniel Ambrosch.

In seiner vierteiligen Predigt wies Propst Rossmann im Hinblick auf den „Sonntag der Völker“ darauf hin, dass Liebe und Achtung zu Anderen immer mit der Selbstachtung und der Heimatliebe beginne.
Erntedank und Dank im Speziellen kennen kein Muss. Wir danken, weil wir frei sind. Wenn wir Christen diese Freiheit bewahren wollen, müssen wir daher die Haltung der Dankbarkeit pflegen.
Wenn Jesus im Sonntags-Evangelium nach Matthäus 21,28-32 über Johannes sagt: „Ihr habt ihm nicht geglaubt!“ stelle sich die Frage, was das denn für ein Glaube sei. Es ist der Glaube an einen Menschen, der von Gott gesandt ist.
Zum Schluss betont Hochwürden Rossmann seine Dankbarkeit für 29 Jahre seelsorgliches Wirken in den vier Pfarren Straßburgs.

Frauen der KFB Straßburg brachten als Gaben Brot, Weintrauben, eine Rose, Honig, Zitronen, Nüsse und eine Kerze, feierlich begleitet von besinnlichen Texten und Gesang zum Altar.

Nach der würdigen Eucharistiefeier endete der Gottesdienst mit einem gemeinsamen
„Großer Gott wir loben dich!“.

Im Anschluss durfte Richard Feichter als Obmann des Pfarrverbandes mit Straßburg, Lieding und St. Georgen bei Strbg. und im Namen der Pfarre Kraßnitz, der Katholischen Frauenbewegung und dem Kirchenchor Straßburg in seiner Laudatio Propst Hw. Johann Rossmann und Frau Sigrid Seiser ganz herzlich danken.
Er würdigte beider Lebens-Ernten, die besonders reichlich und großartig waren.
Sie zeugen von außerordentlichem und unermüdlichem jahrzehntelangen Einsatz zur Ehre Gottes und für alle vier Pfarren Straßburgs.
Das seelsorgliche Wirken von Propstpfarrer Rossmann über 29 Jahre und sein großes Engagement um die sakralen Gebäude als kostbare Zeugnisse des Glaubens werden bei uns unvergessen bleiben. Vieles wird untrennbar mit seinem Namen verbunden bleiben.

Als Dank und Anerkennung gaben wir Propst Rossmann einen Rucksack, mit Regenschutz, Allwetterjacke und einem Pilgerstab mit auf den Jakobsweg. Auch Reiseführer und etwas Geld durften natürlich nicht fehlen!
Den Pilgersegen der Pfarrgemeinde gab ihm Rolanda Honsig-Erlenburg mit auf den Weg.

Untrennbar mit dem Wirken von Hochwürden Rossmann ist das ehrenamtliche Engagement von Frau Sigrid Seiser verbunden. Auch Ihr gebührt großer Dank! Als „Guter Geist“ der vier Pfarren waren die Aufgaben und Leistungen von Frau Sigrid Seiser vielfältig und großartig.
30 Jahre war sie Seele und Stütze des Pfarrhaushaltes. Davon ein Jahr bei Hw. Josef Leyrer.
Ihr Engagement reichte aber auch weit über die Pfarrgrenzen hinaus!

Als Dankeschön erhielt Frau Seiser von uns Reisegutscheine und natürlich einen großen Blumenstrauß.

Der Bürgermeister der Stadt Straßburg, Herr Franz Pirolt betonte in seiner Dankesrede die große Wertschätzung, die Hw. Rossmann sich in den drei Jahrzehnten in der Bevölkerung erworben habe. Dem aufmerksam Zuhörenden offenbarten sich in seinen Predigten zumeist tiefe Einblicke und zeigten Leitfäden auf für ein gutes Leben. Um diesen treu zu bleiben konnte er auch nicht allen Wünschen seiner „Schäfchen“ nachkommen. Auch die weltlichen Belange der Gemeinde wurden von ihm aktiv mitgetragen. Sei es bei Anliegen der Vereine, als Kurat der Freiwilligen Feuerwehr, als Verwalter der Pfründe, bei Sitzungen von Weggenossenschaften und Bringungsgemeinschaften und anderes mehr. Immer war er stets gerne bereit selbst Hand anzulegen. Sein großer Wunsch einer Neugestaltung der Fenster in der Apsis sollte durch Zusammenhalt von uns allen in mittlerer Zukunft wohl machbar sein.
Lieber Herr Pfarrer, danke, alles Gute und viel Gesundheit! Für die anstehende Pilgerschaft wünschte er ihm und uns, dass er gesund wieder nach Hause komme.
Besonders wichtig war ihm auch der Dank an Frau Sigrid Seiser.
Durch Ihr Engagement war sie immer eine unverzichtbare Stütze für das religiöse Leben in den Pfarren unserer Gemeinde.

Propst Johann Rossmann dankte Allen für ihr Kommen und die Mitfeier. Er dankte den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, der Abordnung des Bürgerkorps und den Bänderhutfrauen, der Katholischen Frauenbewegung für die feierliche Gabenbereitung, dem Kirchenchor Straßburg für die musikalisch Gestaltung und allen die zum Gelingen des schönen Festes beigetragen haben.
Sein Dank galt auch Herrn Feichter für die Laudatio und Bürgermeister Pirolt für die ehrenden Worte.
Bei der anschließenden Agape hatte so mancher Gelegenheit für ein persönliches Dankeschön an Hw. Johann Rossmann und Sigrid Seiser.


Richard Feichter
Obmann PGR
Pfarrverband Straßburg