Domitian-Pilgertag 2026 mit Diözesanbischof Dr. Josef Marketz
Bei strahlendem Sommerwetter machten sich am Samstag, dem 4. Juli, zahlreiche Pilgerinnen und Pilger auf den Weg entlang des Domitianweges, um gemeinsam den 20. Domitian-Pilgertag zu begehen. Gleichzeitig wurde das 20-jährige Bestehen des Domitianweges sowie das 15-jährige Jubiläum des ökumenischen Pilgertages gefeiert – zwei Meilensteine, die eindrucksvoll zeigen, welch festen Platz diese Veranstaltung im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben der Region eingenommen hat.
Der Pilgertag begann bei der Domitianstatue im Schillerpark in Millstatt. Von dort führte der rund 16 Kilometer lange Pilgerweg zunächst über den anspruchsvollen Anstieg des Kalvarienberges nach Obermillstatt. Dort wurden die Pilgerinnen und Pilger von der Pfarre herzlich empfangen und mit Brot und Wasser zu einer ersten Rast eingeladen. Gesund gestärkt setzte sich der Pilgerzug zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Matzelsdorf fort, wo schon ein reichhaltiges Buffet auf die Teilnehmer wartete. Nach der Mittagspause führte der Weg zurück zur Stiftskirche Millstatt. Entlang der gesamten Strecke luden spirituelle Impulse, gemeinsame Gebete und Zeiten der Stille dazu ein, den Weg nicht nur körperlich, sondern auch innerlich als Pilgerweg des Glaubens und der Besinnung zu erfahren.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung erhielt die diesjährige Veranstaltung durch die Teilnahme unseres Diözesanbischofs Dr. Josef Marketz, der die Pilgerinnen und Pilger bis Matzelsdorf begleitete. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen Kirche unterstrich er den ökumenischen Charakter des Pilgertages, der seit vielen Jahren Menschen unterschiedlicher Konfessionen verbindet.
Ein Höhepunkt des Tages war die feierliche Segnung des neu errichteten Dorfbrunnens bei der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Matzelsdorf. Der Brunnen steht symbolisch für das Leben, die Begegnung und die Kraft der Gemeinschaft. Freiwillige Helferinnen und Helfer hatten in den vergangenen Monaten an der Verwirklichung dieses Projektes mitgewirkt.
Am Nachmittag kehrten die Pilgerinnen und Pilger zur Stiftskirche Millstatt zurück, wo eine ökumenische Abschlussandacht den feierlichen Schlusspunkt des Tages bildete. Die anschließende Agape bot Gelegenheit zu Begegnungen, Gesprächen und zum Austausch über die gemeinsamen Erfahrungen des Weges.
Der Domitian-Pilgertag hat einmal mehr gezeigt, dass Pilgern weit mehr ist als das Zurücklegen einer Wegstrecke. Es ist ein bewusstes Unterwegssein mit Gott, das Menschen miteinander verbindet und den Blick für das Wesentliche schärft. Das Jubiläum machte deutlich, dass der Domitianweg in den vergangenen zwanzig Jahren zu einem Ort der Besinnung, der Gastfreundschaft und des gelebten Glaubens geworden ist. Gerade in einer Zeit vielfältiger gesellschaftlicher Herausforderungen setzt der Pilgertag ein ermutigendes Zeichen für Hoffnung, Zusammenhalt und Frieden.