Pfarre / Fara

Ferlach/Borovlje

Wie tief wir fallen können

Karfreitagsliturgie in der Stadtpfarrkirche

Die Kartage scheinen eigentümlich herausgelöst aus der Zeit. Das Glockengeläut, das sonst Orientierung und dem Tag Struktur gibt, ist verstummt. Vorsichtig tastend bewegt man sich durch die gedehnten Stunden.

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Auch die Karfreitagsliturgie wirkt fast aufgelöst, wie im freien Fall. Sie deutet hin auf die Welt, die gefallen ist, abgefallen von Gott. In den Zeitungen lesen wir davon, in der Leidensgeschichte Jesu hören wir davon.

„Und doch ist die Schilderung der Passion keine sadistische Schauergeschichte. Umständlich und feierlich wird uns bewusst gemacht: Die fallende Welt ist Gott nicht aus den Händen gefallen. In Jesus Christus fällt Gott ihr nach und erbarmt sich ihrer und wird sie halten und retten. Mit Jesus kommt in die Abgründe des Fallens auch ein Licht von Güte, Lauterkeit und Liebe. Darum wollen wir bitten. Dass auch dort, wo wir fallen, uns der Blick Jesu trifft und hält.“, sagt Pfarrer Jakob Ibounig in seiner Ansprache.

Allen Mitfeiernden, besonders auch den liturgischen Diensten in diesen Tagen, sagen wir ein herzliches Vergelt's Gott! Für die Fotos danke an Nicklas Dovjak.