Gehalten und gestützt - Kirchtag in Dollich
Auch wenn die Glanzzeit des Dollicher Kirchtages lang vorbei ist, wirkt das Besondere und Liebgewordene bis in unsere Tage hinein. Gerne kommen die Menschen und nehmen an der festlichen Prozession teil, die von der Bauernkapelle Isopp und den beiden Kirchenchören musikalisch umrahmt wird. Sie begleiten das Allerheiligste durch die Straßen und Gassen von Dollich und geben so Zeugnis von ihrem Glauben.
Da wird Kirche spürbar – jene aus lebendigen Steinen. Eine Gemeinschaft, die hält und stützt. Pfarrer Jakob Ibounig nimmt in seiner Ansprache ein Ausflugsziel der Jugendwallfahrt der vergangenen Woche zum Ausgangspunkt: den schiefen Turm von Pisa, unzählig oft fotografiert, meist auf dieselbe Weise – so, als würde er mit den Händen gestützt werden. „Der Turm könnte auch ein Bild für die Kirche sein, schief und in Gefahr, umzufallen. Sie muss von uns gestützt werden. Und doch hält die Kirche auch uns in unserem Glauben.“
Das Evangelium erzählt ebenso vom Gehaltensein: Jesus hält Petrus, der es auf dem stürmischen See doch mit der Angst zu tun bekommt. Dort, wo die Wellen der Angst über uns zusammenschlagen und wir unterzugehen drohen, streckt Christus die Hand nach uns aus. Der, der den Untergang, das Dunkel und die verschlingende Tiefe überwunden hat, hält uns in den Stürmen unseres Lebens.
So bitten wir, dass uns die große Zusage dieses Tages im Alltag hält und stützt – und dass der beschauliche Ortsteil Dollich, mit ihm die ganze Stadt und ihre Menschen, mit himmlischem Segen gesegnet seien.
Dem alten Brauch folgend, nahmen sich viele nach der Prozession einen Birkenzweig mit nach Hause – als sichtbares Zeichen dafür, dass der Segen des Tages sie auch über den Kirchtag hinaus begleitet.
Den vielen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, danken wir von Herzen. Ganz besonders der Familie Schuster, die liebevoll und verlässlich so viele Vorbereitungen trifft!
Čeprav je slovesa Dolškega žegnanja že dolgo mimo, ostaja to praznovanje ljudem še vedno pri srcu. Med slovesno procesijo, ki jo je glasbeno spremljala Kmečka godba Isopp skupaj z obema cerkvenima zboroma, je župnik Jakob Ibounig v svojem govoru primerjal Cerkev s poševnim stolpom v Pisi – krhko, a hkrati nosilno skupnost, ki nas drži in podpira v veri. Po stari navadi so si mnogi po procesiji domov odnesli brezovo vejico kot znamenje blagoslova tega dne.