Pfarre / Fara

Ferlach/Borovlje

Von Ferlach bis Venzone: auf der Suche nach Sonne

Pfarrausflug des Pfarrverbandes Ferlach und Unterloibl

Eigentlich hätte uns der Pfarrausflug am 24. Oktober nach Sauris geführt. Doch der Wetterbericht hatte für die Berge Schnee angekündigt, und ein Bus im Schneetreiben schien uns dann doch ein wenig zu abenteuerlich. Also wurde kurzerhand die Richtung gewechselt und die Sonne weiter südlich gesucht.

Rund 30 gut gelaunte Pfarrausflügler machten sich unter der kundigen Reiseleitung von Pfarrer Jakob Ibounig auf den Weg nach Venzone. Im beeindruckenden Dom von Venzone feierten wir gemeinsam die Heilige Messe. Nach dem schweren Erdbeben im Jahr 1976 wurde er, so wie viele andere Gebäude der Stadt, Stein für Stein wieder hergestellt. Die Verwundungen und Narben sieht man bis heute. Und trotzdem - oder gerade deshalb - hat diese Kirche eine besondere Würde, die Einladung und Heimkommen ausstrahlt. Die "verwundete Kirche" erinnert an das Wort von Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium. Er wünschte sich eine „verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist", weil sie hinausgeht auf die Straßen, statt sich in ihre Sicherheiten zurückzuziehen. Eine Kirche mit Verwundungen, die offen und einladend bleibt. Ein ermutigendes, wegweisendes und lebendiges Bild, das uns da vor Augen gestellt wurde.

Pfarre Ferlach
Pfarre Ferlach

Nach dem Gottesdienst war noch Gelegenheit für einen wärmenden Kaffee oder einen Rundgang um die Stadtmauern von Venzone. Dann ging es weiter, vorbei an dem auch für unsere Diözese kirchenhistorisch bedeutsamen Ort Aquileia, nach Grado. Dort besuchten wir die antike Basilika und die daneben gelegene kleine Kirche Santa Maria delle Grazie. Anschließend war Zeit für gutes, italienisches Essen und dafür, den Badeort auf eigene Faust zu erkunden. Ganz nach dem Motto: Wer einen Schirm dabei hat, kommt trocken durch! Das Meer, die Gassen und die Möwen zeigten sich von ihrer herbstlich-grauen Seite: auch das hat seinen Charme.

Pfarre Ferlach
Pfarre Ferlach

Auf der Heimfahrt durch das wild-zerklüftete Kanaltal wurden wir schließlich für unsere Ausdauer belohnt. Die Sonne brach durch die Wolken und schenkte uns einen farbenprächtigen Regenbogen. Was für ein hoffnungsvolles Schlusswort für unser Zusammensein: Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken, dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch. (Gen 9, 14f)

Auch wenn sich die Sonne erst auf der Heimfahrt hervor wagte, war uns doch schon den ganzen Tag über warm ums Herz. Denn wie in eine wärmende Decke waren wir eingehüllt in die Gemeinschaft, das fröhliche Miteinander und die vielen guten Gespräche.

Wir sagen Danke an Pfarrer Jakob für die Reiseleitung und an alle, die dem Regen mit guter Laune getrotzt haben. Ebenso an unsere Pfarrsekretärin i.R. Ursula Dworzak für die Organisation im Vorfeld und Christiane von Juwan Reisen, die uns gut und sicher transportiert hat.