Pfarre / Fara

Ferlach/Borovlje

Regentropfen für den Frieden sein

Pfarr-Minis gestalten Friedensgebet in der ev. Johanneskirche

Es war ein schöner Ausflug nach Klagenfurt am Freitag, um dort in der evangelischen Johanneskirche das Friedensgebet zu gestalten. Seit einigen Jahren wird dort regelmäßig für den Frieden gebetet und für alle, die von Krieg, Gewalt und Terror betroffen sind.

Krieg verwüstet Landschaften, Städte und Menschen. Ein braunes Tuch sollte uns an diese Wüste erinnern. Sie ist leblos, leer und trocken. So fühlt es sich an, wenn Unfrieden herrscht – in der Welt, zwischen Menschen oder auch in uns selbst. Wenn es aber in der Wüste regnet, verwandelt sie sich innerhalb von Stunden in ein blühendes Paradies. Jeder Tropfen zählt, und wir selbst können solche Tropfen sein: wenn wir Vertrauen schenken, Mut zusprechen, Hoffnung geben und unsere Freundschaft anbieten, wenn wir ehrlich sind, wenn wir teilen, Trost spenden und verzeihen.

Auf unsere Wüste sind auch Tropfen gefallen, und während der Fürbitten sind Blumen aufgeblüht. Kein Tropfen allein kann die Wüste zum Blühen bringen, aber zusammen können sie etwas verändern. Und dort, wo uns die Kraft fehlt oder wir zu wenige sind, möge Gott der Regen sein, der aus Wüsten Gärten macht. Es stimmt hoffnungsvoll, dass gerade auch die Wüste ein Ort der Gottesbegegnung ist. Selbst wenn die Situation noch so ausweglos scheint – Gott ist da.

Nach der berührenden Andacht spazierten wir zusammen in die Stadt, wo wir uns als kleine Belohnung und zur Abkühlung ein Eis gönnten. Zurück nach Ferlach ging es wieder mit Bus und Zug, was besonders für die Jüngeren ein Erlebnis war.

Vielen Dank euch, liebe Minis, dass ihr mitgemacht und mitgestaltet habt! Danke an die Mamas, Omas und Opas, die uns begleitet haben.