Maiandacht beim Schneiderkreuz
Gern und zahlreich kommen die Menschen an dem schönen Aussichtsplatz'l beim Bärenfelsen zusammen, wenn die Familie Schneider/Oitzl zur Maiandacht einlädt. Mit der Familie oder den Freunden macht man sich auf den Weg durch den Wald, durchs "Bergland". So tun sie es Maria gleich, von der der Evangelist Lukas erzählt, dass sie sich aufgemacht hat zu Elisabet.
Man kann sich ausmalen, dass die junge Frau ihre Sorgen und Nöte, ihre Unsicherheit und Ängste durch das Bergland Judäas getragen hat, um Trost und Rat zu finden bei der älteren Verwandten. Bei der Begegnung der beiden Frauen, hüpfte das Kind in Elisabets Leib - sie ist außer sich vor Glück und segnet Maria und ihr Kind. Da fängt Maria an zu singen: Sie singt ihr großes Befreiungslied, das Magnificat. Durch die Freude Elisabets wird Maria befähigt, ganz Ja zu sagen zu ihrem Kind und ihrem Auftrag. Da tut sich ihr Mund auf und sie lobt Gott.
Schon möglich, dass einige der Pilger:innen auch Sorgen und Nöte hinaufgetragen und sie im Gebet Maria anvertraut haben. Es tut gut, jemanden zu haben, der mitträgt, mitfühlt und sich mitfreut. Und vielleicht hat sich bei dem einen oder der anderen auch etwas gelöst, hat sich Sorge in Zuversicht gewandelt.
Der Familie Schneider/Oitzl sei herzlich gedankt, dass sie das Aufbrechen, die Andacht und das frohe Zusammensein nach dem Gebet ermöglicht. Mit viel Mühe und Sorgfalt werden Sitzgelegenheiten und Agape vorbereitet. Dem Stadtchor Ferlach danken wir für die innige musikalische Gestaltung!
Möge für alle, die sich auf den Weg gemacht haben und für ihre Familien, viel Kraft und Segen von dieser Begegnung mit Maria ausgehen!