Jesu Thron ist das Kreuz
Palmsonntag in Ferlach: Palmsegnung, Liturgie und Kindergottesdienst
Zu Weihnachten wird Jerusalem erschüttert von der Kunde, die die Sterndeuter bringen. Sie suchen nach dem neugeborenen König. Am Palmsonntag hören wir davon, wie dieser König in seine Stadt kommt und sie abermals bebt. Die Menschen huldigen Jesus als ihrem König, zugleich fragen sie: "Wer ist dieser?"
"Was wir im Evangelium gehört haben, das ist eine Anspielung auf das alte Königsritual. Der Ritt hinein in die Stadt, der feierliche rote Teppich, der vor Jesus ausgerollt wird. Aber in der Kirche hören wir dann, was der wirkliche Thron Jesu ist: Es ist das Kreuz, das Leiden, der Tod, eine Liebe, die bis ans Letzte ihrer Möglichkeiten geht.", sagt Stadtpfarrer Jakob Ibounig, der mit vielen Ferlacher:innen die Palmsegnung beim HTL-Kreuz gefeiert hat, in seiner Ansprache
Der Palmsonntag ist der Auftakt in die Zeit, in der uns Jesus unüberbietbar zeigt, welcher König er tatsächlich ist. Parallel zur Hl. Messe in der Pfarrkirche haben sich die Kinder im Kindergottesdienst gemeinsam mit PAss. Karin Zausnig ebenfalls Gedanken zu Jesus, dem König gemacht. Er besitzt weder Ross noch Zepter oder Schwert. Sein Reittier ist ein Esel, der demütig und geduldig Lasten trägt. Er beherrscht die Menschen nicht, sondern sucht ihre Nähe, heilt ihre Leiden, vergibt ihre Sünden. Er kommt nicht mit Waffengewalt, nein, er ist sanftmütig und bringt den Frieden.
"Im Evangelium hören wir, wie Menschen ihre Kleider auf die Straße auslegen. Kleider stehen für die ganze Existenz. Das Leben in seiner ganzen Buntheit, in seiner Schönheit und sogar in seinem äußeren Verfall, das Leid und die Einsamkeit, all die Fäden, die unser Leben ausmachen legen wir vor Jesus hin. So möchten wir Straße sein, damit auch durch uns Jesus eintreten kann.", sagt Jakob Ibounig weiter.
Dass das gelingen möge, zumindest in Ansätzen und fragmentarisch, nehmen wir als Bitte in die kommende Karwoche mit!
Bedankt sei heute besonders die treue Assistenz: Diakon Harald Hafner und die vielen Minis, die mit ihrem Dienst ein leuchtendes Glaubenszeichen setzen.