Gott deckt uns den Tisch
Erntedankfest
Auch wenn Ferlach keine starke bäuerliche Tradition hat, ist Erntedank ein wichtiges, ja notwendiges Fest im Jahreskreis. Es erinnert uns daran, dass ein reich gedeckter Tisch keine Selbstverständlichkeit ist, ganz gleich, ob wir einen eigenen Garten bebauen oder unser Essen im Supermarkt kaufen.
Natürlich braucht es dafür die Arbeit unserer Hände und die der Landwirte: das Säen, Pflegen und Ernten. Die heißen, trockenen Sommermonate haben uns jedoch deutlich vor Augen geführt, dass noch mehr dazugehört – etwas, das wir nicht selbst machen können. Es ist das Zutun Gottes, seine Kraft, die keimen, wachsen und gedeihen lässt.
Wir danken für die reiche Ernte, für Brot und Früchte, die auf unseren Tischen und vor dem Altar liegen. Vielleicht ahnen wir dabei etwas von der Fülle, die Gott am Ende für uns bereithält. Der Prophet Jesaja spricht in der heutigen Lesung davon: ein Festmahl für alle Völker mit feinsten Speisen und erlesenen Weinen. Diese Verheißung erinnert uns daran, dass Gottes Gaben für alle Menschen bestimmt sind, nicht nur für einige.
So ist Erntedank immer auch ein Fest des Teilens. Unsere Jugendlichen haben sich mit großem Engagement dafür eingesetzt und die köstlichen Missio-Pralinen angeboten. Für die großzügigen Spenden - ein Ausdruck des Teilens - danken wir von Herzen! Auch heuer hat uns Familie Egger wieder riesige Kürbisse geschenkt, die eine Familie allein nie essen könnte. Wir haben sie geteilt und hoffen, dass euch Kürbissuppe & Co nähren und stärken.
Der fruchtbare Boden, auf dem das Leben einer Pfarre gedeihen kann, sind die Menschen. Heute haben wir uns bei Ursula Dworzak herzlich bedankt, die über viele Jahre als Pfarrsekretärin für uns da war und sich nun in den (Un-)Ruhestand verabschiedet. Mit ihrer Verlässlichkeit und Herzlichkeit hat sie das Pfarrleben ganz wesentlich geprägt. Liebe Ursula, von Herzen Vergelt’s Gott für alles, was du getan hast. Wir wünschen dir eine erfüllte Zeit, alles Gute und Gottes Segen!
Zugleich durften wir Magdalena Eigl vorstellen, die in den letzten Wochen bereits Ursulas Agenden übernommen hat. Liebe Magdalena, wir heißen dich herzlich willkommen! Wo etwas zu Ende geht, darf Neues wachsen. Wir freuen uns auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dir und wünschen dir viel Freude für deine Aufgabe.
Kein gelungenes Fest kommt ohne Begegnung und ohne Musik aus! Bea Hafner und ihrem so verlässlichen Team danken wir für die schöne Bewirtung beim Pfarrcafé im Anschluss an den Gottesdienst. Auch Musik und Gesang sind Geschenke Gottes. Dem Chor „Herztöne“ unter der Leitung von Apostolos Kallos sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott für das musikalische Geleit durch die Festmesse und für so viel Freude für die Ohren!