Pfarre / Fara

Ferlach/Borovlje

Feldmesse beim Pohača-Fest im Schlosspark

Wenn sich einmal im Jahr der Schlosspark in Ferlach in einen Festplatz voller Leben verwandelt, dann gehört zum Pohača-Fest seit jeher auch die Feldmesse. Der weitläufig Park mit seine riesigen, alten Bäumen ist ein besonders stimmungsvoller und stimmiger Ort für einen Gottesdienst: wir loben den Schöpfer in seiner prächtigen Schöpfung.

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Pfarrer Ulrich Kogler, der mit uns die Hl. Messe feierte, knüpfte in seiner Predigt an das heutige Evangelium an (Mt 16, 21–27), in dem Jesus seinen Jüngern erstmals ankündigt, dass er leiden und sterben muss. Eine Nachricht, die Petrus nicht wahrhaben will und die ihm eine scharfen Zurückweisung Jesu einträgt. Petrus' Widerspruch ist nachvollziehbar: auch wir wollen manches nicht glauben, nicht wahrhaben, wenn uns eine unfassbare Nachricht erreicht. Eine Diagnose, ein Todesfall, eine Trennung – etwas, das uns in unseren Grundfesten erschüttert, das wir am liebsten wegschieben würden, so wie Petrus es tut.

Doch das Evangelium bleibt nicht bei der Abwehr stehen. Jesus lädt seine Jünger ein, das eigene Kreuz auf sich zu nehmen – nicht als sinnloses Leid, sondern als Weg, der durchs Dunkel hindurch ans Licht führt. Wer sein Leben aus der Hand gibt, verliert es nicht, sondern gewinnt es neu: Am Ende eines persönlichen Kreuzweges steht nicht das Nichts, sondern der Himmel, die liebende Umarmung Gottes, die uns auch in den schwersten Stunden trägt.

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Gott trägt uns, so wie uns auch Gemeinschaft uns trägt, die gerade an Festtagen greifbar wird. Denn ein solches Fest fällt nicht vom Himmel: Es sind die vielen Vereine, die mitwirken, die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die ihre Standl'n aufstellen, Tische decken, Speisen zubereiten und Pohačen backen. Es sind die vielen Hände im Hintergrund die organisieren, damit Begegnung, Gemeinschaft und Zusammenhalt spürbar werden. Genau darin, so Pfarre Kogler, zeige sich schon ein Stück jener Umarmung, von der das Evangelium spricht: Wo Menschen füreinander da sind und einander tragen, wird Gottes Nähe erfahrbar.

So wurde der Gottesdienst unter dem alten Baum selbst zu einem Sinnbild dieser Botschaft: Schutz und Weite, Glaube und Gemeinschaft, die sich wie starke Äste über uns ausbreiten und uns daran erinnern, dass wir mit allem - auch mit dem, was uns erschüttert - nicht allein sind.

Wir danken der Stadtgemeinde Ferlach für die Einladung in den Schlosspark, um das Pohača-Fest gemeinsam mit einer Hl. Messe zu beginnen!