Pfarre / Fara

Ferlach/Borovlje

Der Glaube weiß um das Licht

Maria Lichtmess und Blasiussegen in Ferlach

Vierzig Tage nach Weihnachten feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn. Vertrauter ist vielen die alte Bezeichnung Maria Lichtmess. Und es ist keine unpassende, verweist sie doch auf den Lobgesang des alten Propheten Simeon, dessen Lebenssehnsucht sich beim Anblick des Jesuskindes im Tempel erfüllt. Seine Augen haben nun das Heil gesehen, das Licht, das die Heiden erleuchtet (vgl. Lk 2, 29-32).

Der zweite Februar ist ein Schwellentag und markiert den Zeitpunkt, an dem der Tag sprunghaft anwächst. Blieb sie bisher hinter den Bergen verborgen, schafft es die Sonne nun wieder über die Gipfel und leuchtet, wenn auch noch etwas zaghaft und nur kurz, in die Täler. Das, was mit Weihnachten klein und unscheinbar begonnen hat, wird jetzt sichtbar. Menschliches Leben kennt die Erfahrung, dass das Licht zuweilen hinter den Bergen aus Sorgen, Angst oder Trauer versteckt bleibt. Es kennt die Erfahrung, dass der Alltag zu einem dunklen Tal wird. Doch der Glaube weiß um das Licht und vertraut auf die Wende zum Aufwärtsstrebenden und Hellen, das wir jetzt auch in der Natur beobachten können.

Das Fest Maria Lichtmess nimmt seine Kraft aus Weihnachten und streckt sich schon nach Ostern hin aus. Dann, wenn Christus als das strahlende Licht aufgeht und alle Dunkelheit besiegt.

Wir danken allen, die gestern mitgefeiert haben, besonders auch für die großzügigen Kerzenspenden für die Kirche! Viele haben auch Kerzen für daheim mitgebracht - möge reichlich Segen für eure Häuser und Familien davon ausgehen. Selten gesungene, aber wunderschöne Melodien aus den Tiefen des Gotteslobes haben uns Roland Popatnik und Karin Zausnig zu Gehör gebracht.

Am Ende des Gottesdienstes wurde von Pfarrer Jakob Ibounig und Diakon Harald Hafner der Blasiussegen gespendet. Möge Gott heilen, woran wir schwer zu schlucken haben.