"Die Asche bezeichnet eine Grenze. Sie ist der Endpunkt des Feuers und seines Brennstoffs. Zugleich hat sie auch reinigende Wirkung und als Dünger ausgebracht, kann sie auch Neues hervorbringen.", sagt Pfarrer Jakob Ibounig in seiner Predigt. So bedeutet der Aschermittwoch nicht nur Zerknirschung, sondern auch Verheißung. Wenn wir mit dem Aschenkreuz bezeichnet werden, erinnert das an die eigene Endlichkeit und daran, dass jeder Tag zählt, einmalig und unwiederholbar ist. Es ist das Gewahrwerden der eigenen Endlichkeit, das die Zeit zum kostbaren Geschenkt macht. Es ist die Erinnerung daran, sorgfälltig mit ihr umzugehen, sie uns nicht absaugen zu lassen von den vielen Ablenkungen und Zerstreuungen, die ständig an uns ziehen und zerren.
Der Kirchenchor St. Martinus geleitete musikalisch durch den Gottesdienst, wobei unser junger Chorleiter Nicklas Dovjak heute sein Debüt gab und mit Bravour meisterte. Die Ernsthaftigkeit der Aschermittwochsliturgie wurde dort und da von Orgelklängen aufgebrochen, die beinahe tänzerisch anmuteten, die leichtfüßig und fröhlich daherkamen. Auf diese Weise deutete die Musik bereits an, was uns am Ende blüht: Die Fastenzeit geht auf Ostern zu. Das Fest, an dem wir feiern, dass Christus alle Grenzen sprengt.
In diesem Sinn wünschen wir euch, dass ihr den Weg durch die Fastenzeit beherzt, zuversichtlich und frohgemut gehen könnt!
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