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Gedanken zum Schöpfungsmonat

Mitglieder des Präsidialausschusses teilen ihre Gedanken zur Schöpfung und ihrer Bewahrung

Der September gilt im Kirchenjahr als Schöpfungsmonat und steht somit im Zeichen des verantwortungsvollen Umganges mit unseren vorhandenen Ressourcen, unserer Umwelt und der Lebewesen unseres Planeten.

KA-Präsidentin Rolanda Honsig-Erlenburg

"Die Bewahrung der Schöpfung, der Einsatz für unsere Umwelt sollte/muss für alle ein Auftrag sein, weil dies auch immer ein Einsatz für unsere Mitmenschen ist. Das heißt, bewusst zu leben und das eigene Verhalten zu hinterfragen - wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto zu fahren, Tempo zu reduzieren, gesunde und regionale Bio-Lebensmittel anstatt Massenprodukte zu kaufen, Fleischkonsum zu reduzieren, unnötige Verpackungen zu vermeiden, Strom zu sparen und vieles mehr.

Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen, hat immer auch mit Verzicht zu tun, sein Verhalten zu ändern, dafür aber viel zu gewinnen und gegenüber nachfolgenden Generationen Verantwortung zu übernehmen!"

KA-Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc

"Die Schöpfungsgeschichte ist ein Prozess der in der Vergangenheit stattfand, aber sich in der Zukunft fortsetzt. Deswegen ist es zu wenig, wenn wir nur im Hier und Jetzt leben, sondern wir haben eine Verantwortung für eine Zukunft die geprägt ist mit einem gemeinsamen WIR, ein Wir des Respektes vor den Mitmenschen, vor der Natur, vor den anderen Lebewesen, geprägt von Nächstenliebe Humanität und Ehrfurcht."

KA-Vizepräsident Mag. Dr. Bernhard Fink

"Der Mensch hat – im Sinne der oft vereinfachend und vielfach falsch interpretierten Aussage „Macht euch die Erde untertan“ (vgl Gen. 1,28) – nicht nur die Aufgabe, die Erde zu bebauen. Wir tragen gleichzeitig und vor allem die uns anvertraute Verantwortung, die Erde zu bewahren. Der Mensch ist Treuhänder, wir haben hier gleichsam eine hütende Aufgabe. Die Schöpfungsverantwortung spiegelt sich wider in einem verantwortungsvollen und sorgsamen Umgang mit der uns von Gott gegebenen Natur."

KA-Geistlicher Assistent MMag. Dr. Richard Pirker

"In allen alten Kulturen gehört der Kreislauf des Lebens und die Bewahrung dieses Lebensstromes zum Auftrag der eigenen Kultur. In unserer biblisch-christlichen Sicht ist die Behütung des eigenen Lebensraumes von der Vorgabe durch den Schöpfer nochmals verstärkt: "Gott segnete sie und sprach: Macht euch die Erde untertan." (Gen 1,26f.) Unter Seinem Segen sollte uns bewusst bleiben: Alles Lebendige ist ein subtiles, begrenztes Ökosystem, dessen durchwirkende Gesetze wir erst erkennen müssen, um unseren Ort im Makro- und Mikrokosmos zu verstehen. Es meint nicht zuerst Eingriff und Machterhalt, sondern größtmögliche Verantwortung innerhalb dieses ökologischen Netzwerkes. Ein schöpferischer Umgang lebt vom Geist Gottes und will Ihm dienen: durch einen Geist friedlichen Umgangs miteinander, einem Leben mit Tier- und Pflanzenwelt im vielleicht größten Abenteuer, dem wir uns heute stellen müssen: Unserem Namen als "homo sapiens" alle Ehre zu machen und Welt als jenen Ort zu begreifen, wo wir Gott, dem Geheimnis des Lebens auf der Spur sein können."

Auch die Katholische Aktion Österreich beschäftigt sich in ihren Dossiers damit (s. Link).