Einmal quer durch Angola - Fotoausstellung im Dom

Die "IniciativAngola" macht mit einer Fotoausstellung auf ihre Arbeit und die Lage in Angola aufmerksam

Am 19. September ist es soweit: Da wird die Ausstellung der „IniciativAngola“ im Klagenfurter Dom eröffnet. Der bekannte Klagenfurter Fotograf Karlheinz Fessl machte die Bilder im Zuge einer mehrwöchigen Angola-Reise.
von Gerald Heschl

Die Gesichter Angolas haben es Karlheinz Fessl angetan (@karlheinzfessl)
Die Gesichter Angolas haben es Karlheinz Fessl angetan (@karlheinzfessl)


Der SONNTAG sprach mit Karlheinz Fessl, wie er zu dem Projekt kam und über seine Erfahrungen mit Angola:

Wie sind Sie zu „IniciativAngola“ gekommen?
Fessl: Franz Tomašič von der Agentur „ilab“ hat mich auf die Initiative aufmerksam gemacht. Afrika übt für mich seit einem längeren Aufenthalt in Kenia, wo ich ein Waisenhaus besuchte, eine große Faszination aus. Als die Anfrage von P. Hanzej Rosenzopf kam, ob ich in Angola professionelle Fotos für „IniciativAngola“ machen möchte, sagte ich daher spontan zu.

Was hat Sie in Angola besonders beeindruckt?
Fessl: Das ist zweifellos der Optimismus der Menschen. In vielen Gesprächen war der positive Blick nach vorne prägend. Erschütternd ist auch die andere Seite: die korrupte Regierung, die sich auf Kosten der Menschen dieses Landes bereichert. Dieser krasse Widerspruch spiegelt sich auch in meinen Bildern wider. Aber der rote Faden, der sich durch die ganze Ausstellung zieht, ist dieser unbändige Wille und die Hoffnung der Menschen in Angola.

Hoffnung trotz Armut (@karlheinzfessl)
Hoffnung trotz Armut (@karlheinzfessl)

Was ist das Ziel der Ausstellung?
Fessl: Ich möchte zeigen, was an Großartigem erreicht wurde. Die Don-Bosco-Schwestern tun so viel für die Jugend dieses Landes! Ich meine, dass dies nicht nur für die einzelnen Personen wichtig ist, sondern für das ganze Land. Bildung ist der wichtigste Baustein, um etwas an diesem korrupten Regime zu verändern, damit es mehr Gerechtigkeit gibt. Ich habe einen kleinen Film über die Mikrokredite gedreht. Sie werden von den Schwestern an Kleinstunternehmerinnen vergeben und haben schon so viel bewirkt (zu sehen auf YouTube unter „IniciativAngola“). Auch in einem Begleitheft zur Fotoausstellung habe ich in kurzen Texten versucht, diese Erfolgsgeschichten zu schildern. Ich will aber auch mittels vergleichender Zahlen eine Verbindung zu Österreich herstellen. Mir ist es wichtig, bei uns ein Bewusstsein für die Situation und die Probleme in Angola zu schaffen.

Einige Gesichter der “iniciativAngola“: Kärntner Volontärinnen in Angola (@karlheinzfessl)
Einige Gesichter der "iniciativAngola": Kärntner Volontärinnen in Angola (@karlheinzfessl)